Training Winterpause

Training während der Winterpause: Ausdauer

Das Wetter hat gehalten – die Plätze blieben meist bespielbar. Keine Englischen Wochen während der Ostertage. Kein verzerrtes Tabellenbild aufgrund von Nachholspielen. Kein kompliziertes Herumgerechne am Saisonende. Weil: Kein Schnee. Hierzulande, wo man vom Schnee besondere Geschichten zu erzählen weiß, gibt es diverse Arten von Schnee. Es gibt Pulverschnee, Feuchtschnee, Nassschnee und Schneematsch. Letzterer wird eigentlich als “Faulschnee“ bezeichnet und bringt uns schneller auf den Punkt als der Videoassistent im Kölner Hinterzimmer: Hör auf zu chillen – geh trainieren. Wir zeigen dir, was du als Fußballer für dein Training in der Winterpause beachten solltest, damit du locker durch die Vorbereitung kommst und in der zweiten Halbserie mit TOP-Leistung überzeugst.

Eine kurze Pause ist wichtig – körperlich und mental

Das bedeutet natürlich nicht, dass du nahtlos aus einer ermüdenden Hinrunde ad-hoc in das Wintertraining einsteigen solltest. Du benötigst eine kurze Pause zur Regeneration. Körperlich müssen deine Mitochondrien, also die Kraftwerke einer jeden Zelle, wieder repariert werden. Mitochondrien versorgen die Zellen mit der Energie ATP (Adenosintriphosphat), die gebraucht wird, um sich gegen Angriffe von außen zu schützen und sich zu regenerieren. Wird dieser körperliche “Reset-Knopf“ nicht gedrückt, kann man schnell ins Übertraining kommen – ständige Infekte sowie ein Gefühl der Müdigkeit inklusive. Aber auch mental ist es unserer Athleten-Erfahrung nach sinnvoll, 5 – 10 Tage abzuschalten. Wer mit der Energie eines Giovanni Trapattonis gesegnet ist und absolut nicht stillhalten kann, probiert einfach bewegungsfremde Sportarten aus. Wichtig: Leistungsmotive haben hierbei nichts zu suchen – just-for-fun ist dabei das Stichwort.

Lange Ausdauerläufe bringen dir auf dem Platz nichts

Nach diesen ersten Tagen der Ruhe und wenn es in den Zauberfüßen bereits juckt, geht es los, sich optimal auf die Rückserie vorzubereiten. Das Thema Ausdauer ist vor allem in der Off-Season von Bedeutung, Grundlagenarbeit das Kredo. Wer nach den ersten fünf Spielminuten den Schiedsrichter bereits frägt, wann denn endlich Halbzeitpause sei, sollte tunlichst etwas an seiner Spielfitness arbeiten. Du legst in der Winterzeit Wert auf ausgedehnte Läufe über Wald und Wiesen? Moment. Finger am Ohr. Der VAR in Köln schaltet sich ein. Ein Gang zum Monitor. Die Szenen deines Trabs laufen nochmal in Zeitlupe ab. Wir zeichnen ein Viereck in die Luft. Fehlentscheidung, ein trabender Ausdauerlauf durch dein Heimatdorf bringt dir nur minimale Effekte. Vielleicht sieht dich dein Trainer und ist stolz auf dich. Vielleicht bist du auch an der frischen Luft und bekommst einen klaren Kopf. Für deine Performance auf dem Platz bringt es dir hingegen nichts.

Ein Spiel hat 90 Minuten, besteht aus hochintensiver Belastung und lohnender Entlastung

Training im Winter - die App

Es ist für dich wichtig zu verstehen, dass du mit deinen Läufen nicht die Länge eines Spieles simulieren musst, sondern dessen Geschwindigkeit. Und diese bedeutet schlicht und ergreifend: Sprinten, Richtungswechsel, Pause, Laufduell, Zweikampf, Pause – und so weiter. Während der Neunzig plus X Minuten ist dein Ausdaueranspruch ein Wechsel zwischen kurzer, intensiver Belastung und lohnender Entlastung. Forschungen haben ergeben, dass ungefähr 450 aller ausgeführten Bewegungen eine Richtungsänderung von über 120 Grad beinhalten – das sind zirka 50% aller Spieleraktionen in einem Spiel. Meinst du nun noch immer, dass dich ein Waldlauf im Winter optimal auf dein Fußballspiel vorbereitet? Du kannst nun entweder auf der örtlichen Tartanbahn deine Runden im Tempowechsellauf drehen oder du greifst einfach zum Handy und spielst per App unseren GAMECHANGER ab.

Der GAMECHANGER: optimales Training während der Winterpause

In unserem Performance-Programm haben wir über die Jahre mittlerweile die perfekte Mischung aus Kraft, Stabilität und Mobilität erarbeitet. Die Trainingseinheiten sind im hochintensiven Intervallbereich angesiedelt. Entsprechen somit auch den Energieanforderungen, die im Fußball relevant sind – nämlich ATP, anaerobe und aerobe Bereitstellungen. Außerdem werden Regnerationsprozesse gezielt mit Einheiten zur Mobilität beschleunigt, die dich fortan auf dem Platz nicht nur vor Verletzungen schützen, sondern dich ferner effizient und grazil über den Platz schweben lassen. Der GAMECHANGER liefert dir somit alles, was du für das perfekte Training in der Winterpause benötigst.

Die Grundlage für die Rückrunde legst du im Training während der Winterpause – wir haben ALLES was du dafür brauchen wirst.

Hol dir einfach unsere APP für IOS oder ANDROID und feile noch heute an einer unvergesslichen Rückrunde.

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Was du in 12 Wochen erreichen kannst!

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Dein Team von Soccer-Fit-You

Nie wieder Dehnen vor dem Spiel

Kaum etwas ist in den letzten Jahren stärker zu professionalisieren versucht worden, wie das Aufwärmprogramm. Und auch wir haben uns intensiv für euch damit auseinandergesetzt.

Statisches Dehnen war gestern – Dank unserem Warm-Up Programmen kannst du und dein komplettes Team in Zukunft sofort loslegen und seid gleichzeitig vor Verletzungen geschützt. Starte noch heute mit unserer Android – App bzw. IOS-App – bereits über 60 positiven Bewertungen im Apple-Store nach nur wenigen Tagen.

Dort findest du kostenlose Trainingsprogramme rund um das Warm-Up, Athletiktraining und Schutz vor Verletzungen – für Spieler und Mannschaften.

Aber weiter mit dem Thema Aufwärmen. Von den Niederungen des Amateurfußballs bis in die Leistungsklassen oder Bundesligen – in puncto Warm-Up will man mittlerweile nichts mehr dem Zufall überlassen.

Dem zunächst entspannten Einlaufen folgen vielerorts meist die obligatorische Laufschule sowie ein erstes Andehnen. Anschließend folgen intensivere Schwerpunkte mit Passspiel und Tempowechsel – danach folgt: ein weiteres Andehnen.

Auch wenn es enorm strukturiert und von manchen Trainern derart penibel genau durchexerziert wird, dass es auch auf das gegnerische Team mächtig Eindruck schindet, muss ein Dehnprogramm dennoch kritisch hinterfragt werden.

Was wollen wir mit dem Dehnen eigentlich erreichen?

Ad-hoc denkt man an „verkürzte Muskeln“, die länger gemacht werden sollen oder auch daran, die Muskeln auf fortfolgende Belastungen vorzubereiten. Man will „bereit“ sein und bloß keine Verletzungen riskieren. Diese Wünsche sind allesamt angebracht, richtig, wichtig und dennoch aussichtlos.

Dehnen wird dir weder längere Muskeln verschaffen, noch wirst du optimal auf Maximalbelastungen vorbereitet sein – im „worst case“ schadet dir das Andehnen sogar.

Dehnen schadet? Wer sagt denn das?

Stell dir vor, du stehst am Spielfeldrand, relativ zentral vor der Bande. Es folgt ein kurzer Plausch mit einem Mitspieler und eine filigran-schwungvolle Bewegung des Beines auf die Bande. Anschließend lehnst du deinen Oberkörper noch etwas nach vorne und et voila: Andehnen. Was sich vielleicht in irgendeiner Form so anfühlt, als würdest du spannungsregulierend an deiner rückseitigen Oberschenkelmuskulatur arbeiten, ist gerade bei Fußballspieler*innen und deren große Einschränkungen an dieser Körperregion lediglich eins: Eine Aktivierung eines Schutzreflexes.

Dieser Schutzreflex, der den Muskel-Sehnen-Komplex vor Überdehnung schützt, wird dich in dieser „passiven“ Form der Dehnung sicherlich nicht beweglicher machen – und auch nicht auf Belastungen vorbereiten.

Denn immer, wenn du mit der Hinzunahme von externen Kräften (Schwerkraft, Schwung, Partner) versuchst „Länge“ auf die Muskeln zu bekommen, wird dein Gehirn machen, was es in solchen Situationen immer macht, nichts. Dein Oberstübchen versteht nämlich nicht wirklich, was du damit bezwecken möchtest.

Im schlechtesten Fall packt es sogar noch etwas zusätzliche Spannung ins System. Dein Gehirn möchte dich ja schließlich vor Verletzungen schützen.

Was kannst du denn nun – anstelle des beliebten und traditionellen Dehnens tun – um deine Beweglichkeit zu verbessern?

Die Antwort lautet: Mobility-Training. Eines, wie wir es kostenlos in unserer APP anbieten. Denn Mobility kombiniert das Dehnen (=Flexibilität) mit der Kontrolle deines Nervensystems (=Kraft). Man kann demnach festhalten: Mobility = Flexibilität + Kraft. Für die Praxis bedeutet das, dass du statt dehnen bevorzugt mobilisieren solltest. Wir haben deshalb für dich und dein gesamtes Team ein perfektes Aufwärmprogramm entwickelt.

Wir wollen nicht nur einzelne Spieler langfristig verbessern und nachhaltig vor Verletzungen schützen – deshalb haben wir in unserer App auch hervorragende Konzepte für Trainer und komplette Mannschaften integriert.

Das perfekte Team-WarmUp: Die Movement-Preparation:

Die Movement-Preparation stellt eine Übungsabfolge von verschiedenen Mobility-Übungen dar und ist dadurch für das gesamte Team ein optimales Tool, um alle Spieler nachhaltig vor Verletzungen zu schützen und leistungsfähiger zu machen. Die „Movement-Preparation“ eignet sich ideal für die Vor-und Nachbereitung von Fußball-Trainingseinheiten und -Spielen.

Sie kann überall und ohne Hilfsmittel absolviert werden und dauert nur wenige Minuten.

Diese und noch viele weitere Übungen findest du deshalb in unserem SOCCER PLAYER BUNDLE oder dem SOCCER TEAM BUNDLE, wenn du mit deinem Team nicht nur beim Aufwärmen Eindruck schinden möchtest.

Training jetzt auch mit der App möglich

In unserer IOS-APP bzw. der Android-App erhältst du einen kostenlosen zweiwöchigen Einblick in all unsere Trainings – und Rehaprogramme, Zugriff auf mannigfaltige Übungen sowie einer Testbatterie zur Überprüfung deiner oder eurer fußballspezifischen Beweglichkeit.

Der wichtigste Hinweis zum Schluss: Dich aktiv in einem größtmöglichen (und sicher kontrolliertem) Radius bewegen zu können, ist deine Chance auf eine verletzungsfrei und mit Höchstleistungen gespickte Spielzeit.

CHANGE YOUR GAME. NOW.

Dein Team von Soccer-Fit-You

Literaturverzeichnis:

Weepier, Magnusson (2010) Increasing Muscle Extensibility: A Matter of Increasing Length or Modifiying Sensation? Physical Therapy, March 2010, Vol. 90, No.3, 438-449. (Stretch Tolerance)

Tyler et. al (2001) The Association of Hip Strength and Flexibility With the Incidence of Adductor Muscle Strains in Professional Ice Hockey Players. American Journal of Sports Medicine, Vol. 29, No. 2 (Strength vs. Flexibility)

Bystrom, et al. (2013) Motor Control Exercises Reduces Pain and Disability in Chronic and Recurrent Low Back Pain: A Meta-Analysis. Spine: 15 March 2013, Vol. 38, Issue 6, E350-E358 (Aktiv > Passiv)

Makofsky (2007) Immediate effect of grade iv inferior hip joint mobilization on hip abductor torque: a pilot study. J Man Manip Ther. 2007; 15(2): 103-110 (Koordination & Mobility)

Kreuzbandverletzungen präventiv verhindern

Kreuzbandverletzungen – häufigste Mechanismen und deren Prävention

Wie Du Kreuzbandverletzungen langfristig vermeiden kannst und was Du darüber wissen solltest

Die Volkssportart Nummer 1 in Deutschland ist auch nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft natürlich der Fußball. Die Attraktivität des Fußballs und die damit einhergehende Beliebtheit der Sportart, lebt in großem Maße von der Dynamik, die das Spiel mit sich bringt. Steilpässe, Laufduelle, Flankenwechsel, Grätschen, Doppelpässe, Zweikämpfe… all diese Komponenten lieben die Spieler auf dem Platz und vor allem die Zuschauer im Stadion oder Zuhause auf dem Sofa.

Je schneller, desto besser. Diese hohe Dynamik birgt aber auch Gefahren. Denn gerade die schnellen Richtungswechsel sowie eine Vielzahl anderer abbremsender und beschleunigender Bewegungen wie abrupte Start- und Stoppbewegungen stellen hohe Kraftbeanspruchungen für den Organismus dar. Nicht ohne Grund zählt der Fußball zu den verletzungsreichsten Sportarten.

Akzelerierende, also beschleunigende Kraftanstrengungen sind typischerweise Sprünge, Schüsse und Sprints. Verlangsamende Kraftanstrengungen treten bei abrupten Stoppbewegungen, Richtungswechseln und gegebenenfalls Gegnerkontakten auf.

 

Anbei mal eine kleine Übersichtstabelle von Bewegungsmustern, die Du während Spielen bzw. Trainingseinheiten vorrangig ausgeführst.

 

Anforderung Je Spiel/Training 1 Spiel/Woche Je Monat Saison
Antritte 50-70 250-350 1000-1400 10000-14000
Drehungen 20-30 100-150 400-600 4000-6000
Sprünge 10-15 50-75 200-300 2000-3000
Kopfbälle 5-10 25-50 100-200 1000-2000
Laufkilometer 8-12 40-60 160-240 1600-2400

 

 

Diese genannten Bewegungsmuster mit ihren hohen biomechanischen Beanspruchungen an die Muskulatur und gelenkstabilisierenden Strukturen können zu Verletzungen mit, aber vor allem auch ohne Gegnerkontakt führen.

Jetzt fragst Du Dich sicherlich, wie man nun mit diesem Wissen über deren Ursachen Kreuzbandverletzungen vorbeugen kann. Und am liebsten wäre es mir natürlich, eine pauschale Antwort darauf geben zu können. Leider muss man dazu jedoch noch tiefer in der Materie bohren und sogenannte extrinsische und intrinsische Risikofaktoren heranziehen, die in bestimmten, ungünstigen Kombinationen ebenfalls Einfluss auf Verletzungen haben können.

 

Extrinsische Risikofaktoren liegen außerhalb des Körpers, sind also Faktoren der Umwelt, innerhalb derer Du Dich als Sportler bewegst.

Diese können sein:

Umgebungsbedingungen wie Witterung oder Bodenbeschaffenheit: So hat eine Studie ergeben, dass es bei sehr trockenen und stumpfen Bodenverhältnissen häufiger zu Non-Kontakt-VKB-Verletzungen kommt. Durch simples Rasensprengen vor dem Spiel und in der Halbzeit kann diesem Risiko präventiv entgegen gewirkt werden.

 

Schuhwerk: Wie bereits im letzten Artikel erwähnt, werden Knieverletzungen auch häufig mit dem Stollendesign in Verbindung gebracht. Nachgewiesenermaßen birgen längere Stollen ein höheres Verletzungsrisiko. Außerdem gibt es Studien, die nachweisen, dass eine erhöhte Stollenanzahl mit einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit einhergeht.

 

Intrinsische Faktoren beziehen sich auf die biologischen und physiologischen Eigenschaften innerhalb des Körpers.

 

Diese können wiederum sein:

Anatomische Faktoren der unteren Extremität: Hierbei handelt es sich um die untere Hälfte des Körpers, wie zum Beispiel Hüft- und Kniegelenk und deren Beweglichkeit. Auch die Beweglichkeit im Sprunggelenk beeinflusst den Bewegungsablauf und kann einen beeinflussenden Faktor für Knieverletzungen darstellen. Es lässt sich pauschal sagen, dass eine verbesserte Mobility in Hüft-, Knie- und Sprunggelenk durchaus das Risiko von Knieverletzungen minimieren.

Aber auch andere anatomische Strukuren wie der Grad des statischen und dynamischen Knievalgus, also der X-Beinstellung, haben einen Einfluss bezüglich der Gefahr von Kreuzbandverletzungen. Gerade ein starkes nach innen Knicken des Kniegelenks stellt ein typisches Szenario für eine VKB-Verletzung dar.

 

Muskelkraft: Die Muskelkraft der knieumgebenden Muskulatur besitzt eine hohe stabilisierende und damit schützende Wirkung für das Gelenk. Gerade wenn Du landest oder einen Richtungswechsel einleitest, benötigst Du eine optimal ausgeprägte Muskulatur.

 

Fazit: Es gibt einige Verletzungsmuster, bei denen du als Spieler wenig bis keinen Einfluss nehmen kannst – gerade jene, bei denen aktiv der Gegenspieler einwirkt – sogenannte „Kontakt-Verletzungen“. Das ist für den Sportler natürlich frustrierend und ganz banal ausgedrückt ist das einfach Pech – denn in 100 anderen nahezu identischen Situationen kommt man unversehrt davon.

 

Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Risikofaktoren, auf die Du durchaus einen großen Einfluss hast.

So hast Du die Möglichkeit, Deine Mobility in Rumpf, Becken und Beinen zu verbessern, um Kreuzbandverletzungen präventiv entgegen zu wirken. Auch die Muskulatur solltest du auf ein gutes Level bringen und darauf achten, möglichst keine Dysbalancen in den unterschiedlichen Muskelgruppen zu haben. Selbst an genetisch bedingten Konstellationen wie zum Beispiel X-Beinen lässt sich arbeiten. Landest Du möglicherweise nach Sprüngen immer stark im X, also so, dass deine Knie nach innen knicken, kannst Du durch isoliertes Landetraining (zum Beispiel mit einem Ball zwischen den Knien) den „falschen“ Automatismus aufbrechen und das „richtige“ Bewegungsmuster abspeichern. Beachte: Solche Bewegungsmechanismen lassen sich im Kindes- und Jugendalter einfacher korrigieren als bei Erwachsenen und sind ein tolles Tool, um Kreuzbandverletzungen vorzubeugen.

Mit dem Themenbereich „neuronale Ansteuerung“ beschäftigt sich bald ein weiterer BLOG-Artikel, sei gespannt.

Mit dem Soccer-Player-Bundle kannst Du an vielen dieser Faktoren selbst „feilen“. Auch in der „Größten Fußballmannschaft der Welt“ – der Community auf Facebook – kannst Du kostenlos deine Beweglichkeit testen und Dir ein Feedback von den Coaches einholen.

Ich hoffe, Dir hat der Artikel gefallen und Du kannst ein paar nützliche Tipps „mitnehmen“.

Bis bald, deine Julia Simic

Nie wieder Leistenverletzungen

Nie wieder Leistenverletzungen – Schütze die Adduktoren

Kannst du dich noch an das Halbfinal-Hinspiel zwischen Bayern und Real erinnern? Noch in der ersten Halbzeit hat es Jerome Boateng in diesem Match erwischt und was war der Grund? Genau richtig, eine Leistenverletzung.

Verletzungen der unteren Extremitäten gehören zu den häufigsten Verletzungen im Fußballsport. Gerade die Adduktoren sind besonders häufig betroffen (1).

Die Adduktoren bestehen aus dem m. pectineus (verläuft vom Schambein zur oberen Innenseite des Oberschenkelknochens), dem m. adductor longus & brevis (verläuft ebenfalls vom Schambein an die obere Innenseite des Oberschenkelknochens), dem m. adductor magnus (zieht vom Schambein und Sitzbein an die Innenseite des Oberschenkelknochens) und dem m. gracilis (verläuft vom Schambein hinunter an die Innenseite des Schienbeins).

Die Funktion der Adduktoren ist vielseitig: Sie sind an der Hüftbeugung/Hüftstreckung, an der Innen- und Außenrotation im Hüftgelenk und der Stabilisation der Knie beteiligt und sorgen dafür, dass das abgespreizte Bein wieder an den Körper herangeführt wird  „Adduktion“).

Verletzungen der Adduktoren entstehen meist am Übergang der Sehne zum Muskel, nahe der Leistengegend. Meist ist hierbei der m. adductor longus betroffen. Aus diesem Grund werden Zerrungen in den Adduktoren gerne auch als „Leistenzerrung“ (nicht zu verwechseln mit Leistungszerrung) betitelt.

 

Wie gehe ich mit einer Adduktorenverletzung um?

Zunächst sollte das Training/Spiel unterbrochen werden und ausgeschlossen werden, dass ein struktureller Schaden vorliegt (Abriss/Teilriss). Hier hilft notfalls nur ein Besuch beim Experten. Ist es nur eine Zerrung, so sollte vorerst pausiert werden, bis die Schmerzen zurückgehen. Anschließend sollte daran gearbeitet werden, die Adduktoren stärker und beweglicher zu machen, als sie vor der Verletzung waren. So minimieren wir das Risiko einer erneuten Verletzung an der gleichen Stelle.

Ein Tipp: Wir arbeiten seit kurzem auch mit dem Hernienzentrum in München zusammen. Dort arbeiten die Experten mit neuartigen OP-Methoden und du bist im Optimalfall bereits nach ein bis zwei Wochen wieder auf dem Platz. Wenn du diesbezüglich Fragen haben solltest, kannst du dich gerne an uns wenden. Zu den Themen „weiche Leiste“ und „Leistenbruch“, werden ebenfalls hier in unserem BLOG in Kürze hilfreiche Artikel erscheinen.

Wie mache ich meine Adduktoren kugelsicher?

Als Leitprinzip sollte hier gelten: Starke Adduktoren sind belastbare Adduktoren (2). Simples Stretching wird dich vor erneuten Leistenverletzungen nicht schützen (3). Doch das heißt nicht, dass du nicht an deiner Beweglichkeit arbeiten solltest. Eine geeignetere Variante der Verbesserung der Beweglichkeit ist das Mobility-Training, bei dem wir Kraft- & Beweglichkeitstraining kombinieren (4).

In der Video-Reihe findest du einen Schritt für Schritt-Plan, wie du deine Adduktoren stark UND beweglich machst; und so das Risiko einer Folgeverletzung bzw. weiterer Leistenverletzungen minimierst. In meinem Soccer-Mobility-Guide findest du ebenfalls Übungen für genau diesen Problembereich.

Noch ein Hinweis: Wenn du zukünftig keinen Artikel mehr verpassen möchtest, dann werde Mitglied unser exklusiven Soccer-Fit-You Community auf Facebook. Werde ein Teil der „Größten Fußballmannschaft der Welt“, in der bereits über 5.000 Spieler aus ganz Europa aktiv sind. Dort erwarten dich zahlreiche weiter Tipps und Trick, rund um die schönste Nebensache der Welt: den Fußball!

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Dein Mobility-Coach Benni

Über den Autor:

Benni Heizmann ist einer der erfolgreichsten Mobility-Trainer in Deutschland. Mit seinen „Reset“-Konzepten ist der Experte von „Perform Sports“ im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Als Mobility-Coach bei Soccer-Fit-You wird er auch dich dabei unterstützen, dein Spiel für immer zu verändern.

Studien/Quellen:
(1) http://www.netzathleten.de/…/5815-statistik-die-haeufigsten…. Zugriff am 04.05.2018 um 12 Uhr
(2) Tyler et. al (2001) The Association of Hip Strength and Flexibility With the Incidence of Adductor Muscle Strains in Professional Ice Hockey Players. American Journal of Sports Medicine, Vol. 29, No. 2
(3) Weppler et al. (2010). Increasing muscle extensibility: a matter of increasing length or modifying sensation? Phys Ther. 2010 Mar; 90(3): 438-49. http:www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20075147
(4) Simão et al. (2011) The influence of strength, flexibility, and simultaneous training on flexibility and strength gains. J Strength Cond Res. 2011 May;25(5):1333-8; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21386731

Die wichtigsten 5 Schritte nach einer Verletzung

Was tun nach einer Verletzung : Unser 5 – Schritte Programm

Hast du am Wochenende die Verletzung von Lars Stindl gesehen? Genau solche Verletzungsmuster lassen sich durch kein Mobility-Training der Welt verhindern. Natürlich ist es schade, dass der Traum von der WM geplatzt ist, aber zumindest muss sich ein Profi wie Lars Stindl keinerlei Gedanken über ein perfektes Reha-Programm bzw. die „Zeit danach“ machen. Damit auch du als Amateurfußballspieler in Zukunft genau weißt, wie du nach einer Verletzung vorgehen musst, habe ich für dich ein 5 – Schritte Programm entwickelt und einen echten Geheimtipp an den Ende des Artikels gepackt:

Verletzungen können sehr komplex, manchmal aber auch sehr banal sein. Egal ob du umgeknickt bist oder chronische Beschwerden im Knie hast. Ich möchte versuchen, dir einen Weg zurück zur alten Leistungsfähigkeit zu zeigen. Wenn du diese Steps Schritt für Schritt befolgst, wirst du sicher schneller wieder auf dem Platz stehen, als jemals zuvor.

 

Step 1:
Professionelle Hilfe suchen / Diagnose und Assessments. 

Definitiv der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zurück. Denn nur wenn du weißt, was genau verletzt ist, kannst du die geeigneten Maßnahmen zur Heilung treffen. Ein Besuch beim Physiotherapeuten oder Osteopathen ist nach einer Verletzung nicht nur sinnvoll, sondern aus meiner Sicht mit der wichtigste Schritt.

Und jetzt kommt das WICHTIGSTE: Ihr müsst gemeinsam den Fehler in deinem System finden. Hat dir jemand das Schienbein zertrümmert, dann ist der Fehler gleich gefunden. Hast du dich zum zweiten Mal an einer Stelle gezerrt, dann möchte dir dein Körper etwas mitteilen.

In unserer exklusiven Community auf Facebook haben wir dir dazu einen Beweglichkeitstest eingestellt. Du kannst dich dort testen und dir von den Coaches Feedback geben lassen, wenn bei dir bereits solche Probleme aufgetreten sind. Ein guter Therapeut vor Ort ist jedoch durch nichts zu ersetzen.

 

Step 2:
Pause bis normale Aktivität keine Schmerzen mehr verursacht.

Ich spreche hier nicht von „auf der Couch liegen“. Du solltest aber unter allen Umständen alle Bewegungen vermeiden, welche deinen Heilungsprozess verzögern könnten. Schmerzfreie Bewegung fördert dagegen die Heilung. Also: Sportpause, aber keine Bewegungspause!

 

Step 3:
Einfache Körpergewichts-Übungen & lockere Bewegungsformen wie Gehen, Schwimmen oder Fahrrad fahren + Mobilitytraining!

Natürlich muss hier je nach Verletzung unterschieden werden. Mit gebrochenem Arm lässt es sich schwer schwimmen und mit kaputten Kreuzbändern sollten die Knie definitiv nur kontrollierte Bewegungen durchführen müssen. Wie schon in Step 2 beschrieben ist „Pause“ aber meist nicht die beste Wahl. Sofern du deine Schulter verletzt hast, solltest du deine Beine und deinen Rumpf weiterhin belasten. Zusätzlich bietet es sich an die erzwungene Pause zu nutzen, um an deiner Beweglichkeit zu arbeiten. Greife auf aktive Gelenksmobilisationen zurück, um deinem Körper in dieser Heilungsphase den Weg zurück auf den Platz zu vereinfachen.

 

Step 4:
Belastung steigern – Gewicht zum Training hinzufügen.

Ist eine schmerzfreie Bewegung der verletzten Struktur möglich, so kannst du damit beginnen, die Belastung Schritt für Schritt zu erhöhen. Alles selbstverständlich immer in Rücksprache mit deinem Experten (siehe Step 1). Sei hier geduldig. Ein zu früher Trainingseinstieg kann die alte Verletzung aufbrechen lassen. Auch hier solltest du immer wieder mit aktiven Gelenksmobilisationen und Mobility-Drills arbeiten.

 

Step 5:
Lockerer Trainingseinstieg. 

Back in the game! Nach einem langen Regenerationsprozess kannst du dann wieder einsteigen. Beachte dabei unbedingt, dass du auch mental die Sicherheit wieder zurück erlangen solltest, dich voll zu belasten. Sei auch hier geduldig und verlange nur Dinge von deinem Körper, welche er auch bewältigen kann.

Diese fünf Schritte können dir als kleine Orientierungshilfe dienen. Nochmals der Hinweis: Mit Verletzungen ist nicht zu spaßen. Wer leichtsinnig damit umgeht, riskiert lange Pausen. Beachte deshalb bitte nochmals Step 1 und arbeite zudem konstant mit den hier immer wieder gezeigten Mobility-Drills. (Korrekte) Bewegung fördert Heilung!

Und hier noch eine kleine Idee zum Abschluss:

Führe ein sogenanntes “Heilungstagebuch”. Dort kannst du dokumentieren, wie die Heilung der Verletzung von statten geht, ob sich überhaupt etwas verbessert und welche Trainingsform / Bewegungsform für dich am besten geeignet ist. Stagniert deine Heilung, so kannst du immer wieder darauf zurückgreifen und eventuell Fehler aufdecken, welche im Heilungsprozess aufgetreten sind. Notiere auch Schlafdauer, Gefühlszustand etc.

Ich hoffe, ich kann dir mit diesem kleinen Step-by-Step Plan weiterhelfen.

soccer-mobility-guide-MockUpViele Anregungen zu den Mobility-Drills findest du auch in meinem Soccer-Mobility-Guide.

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Dein Mobility-Coach Benni

 

Über den Autor:

Benni Heizmann ist einer der erfolgreichsten Mobility-Trainer in Deutschland. Mit seinen „Reset“-Konzepten ist der Experte von „Perform Sports“ im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Als Mobility-Coach bei Soccer-Fit-You wird er auch dich dabei unterstützen, dein Spiel für immer zu verändern.

Mehr Koordination durch unilaterales Training im Fußball

Trainieren wie die Profis

Trainieren wie die Profis – werde beweglich wie Lionel Messi

Viele Amateurfußballspieler wollen ihren Vorbildern nacheifern und träumen davon, einmal erfolgreich Fußball zu spielen. Aber sind wir auch bereit zu trainieren wie die Profis? Wir sehen unsere Vorbilder oft Dinge auf dem Platz tun, die wir selber gerne können würden. Aber wir vergessen zu oft, wie viele Stunden sie in hartes Training investieren –  jeden Tag, seit vielen Monaten und Jahren!

Wenn du bereit dazu bist, jeden Tag nur 20 Minuten in dein ganz persönliches Training zu investieren, dann haben zum einen spezielle Trainingskonzepte. Zum anderen werden wir dich auch völlig kostenlos mit unseren Videos und Beiträgen unterstützen, dich langfristig auf dem Platz zu verbessern und nachhaltig vor Verletzungen zu schützen.

Übersicht zum Sprunggelenk – hier sind drei Videos, mit denen du dich testen und verbessern kannst:

Unsere Sprunggelenke werden gerne als „nicht so wichtig“ angesehen.Tatsächlich sind sie aber gerade für uns Fußballspieler, im Sinne einer langfristigen Verletzungsprophylaxe, elementar.

Unsere Sprunggelenke sind für alle Sprint – und Wechselbewegungen, ja für jede einzelne Handlung auf dem Fußballplatz von fundamentaler Bedeutung.
Das heutige Programm soll dir helfen, deine Sprunggelenke und die das Sprunggelenk umgebende Muskulatur mobil zu machen bzw. zu halten.

 

Übung 1: Der Beweglichkeitstest

Hinweise und Nutzen: Im Video erfährst du, wie du die Beweglichkeit im Sprunggelenk selbst testen und mit einer einfachen Übung verbessern kannst. Wie immer gilt: Langsam und kontrolliert beginnen, um die Struktur nicht zu überlasten.

 

Übung 2: Der Fersensitz

Ein bis zwei Minuten in der Position verbringen, dabei locker hin und her bewegen, um  verschiedene Anteile der Muskulatur und der Gelenkkapsel zu erreichen.

Hinweise und Nutzen: Der Fersensitz bring wieder Länge auf den Spann und sorgt durch den Druck von oben für eine spürbar bessere Plantarflexion. Da die Sehnenstruktur um das Sprunggelenk sehr hartnäckig ist, kann es anfangs etwas unangenehm sein. Teste dich in diesem Fall langsam an den Fersensitz ran und gib dem Körper Zeit sich auf den Reiz einzustellen.

 

Übung 3: Aktive Sprunggelenksmobilisation am Boden

Hinweise und Nutzen: Eine der einfachsten und effektivsten Mobilisationen für das Sprunggelenk. Durch die aktive Bewegung, welche kontrolliert und im größtmöglichen Bewegungsradius erfolgt, werden alle Strukturen angesprochen, welche eine eingeschränkte Beweglichkeit zur Folge haben können. Behutsam starten und vergrößere den Bewegungsradius langsam.

 

Mit diesem kleinen Programm kannst du deine Beweglichkeit im Sprunggelenk testen, wenn du möchtest, bekommst du hier einen kostenlosen Einblick in unseren Soccer-Mobility-Guide. Mit unserem Soccer-Mobility-Guide kannst du mit nur 20 Minuten Training dein Spiel auf das nächste Level heben. Auch wirst du dich langfristig vor Verletzungen schützen und kannst trainieren wie die Profis. Wenn du deine Ernährung perfektionieren und mit einem professionellem Athletiktraining starten möchtest, dann ist unser Soccer-Player-Bundle genau das Richtige. Komm in unsere exklusive Community auf Facebook und werde ein Teil der größten Fußballmannschaft der Welt.

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Über den Autor:

Benni Heizmann ist einer der erfolgreichsten Mobility-Trainer in Deutschland. Mit seinen „Reset“-Konzepten ist der Experte von „Perform Sports“ im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Als Mobility-Coach bei Soccer-Fit-You wird er auch dich dabei unterstützen, dein Spiel für immer zu verändern.

 

 

Tapeverband Sprunggelenk

Vermeide Tapeverband und Bandage

Warum dir Tapeverband und Bandagen langfristig mehr schaden als nutzen

Kennst du dieses Gefühl, wenn dir dein Sprunggelenk mitten in der Bewegung nach Außen wegknickt? Die Folge sind oft überdehnte Außenbänder, gestauchte Innenbänder oder sogar Bänderrisse. Viele unterstützen die Stabilität im Sprunggelenk nach solchen Verletzungsmustern (nach einer mehr oder weniger langen Pause) durch einen Tapeverband oder eine Bandage.

Kein täglicher Begleiter: der Tapeverband

Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, problematisch wird es nur, wenn der Tapeverband zum ständigen Begleiter wird. Viele Spieler tapen sich vor grundsätzlich vor jeder Fußballeinheit, egal ob Training oder Spiel.

Durch den Tapeverband fühlen sie sich „sicher“ und gleichzeitig „geschützt“ vor zukünftigen Verletzungen. Doch das ist ein Irrtum.

Die Grundvoraussetzung für ein intelligentes und nachhaltiges Training, ist ein gesunder und funktionierender Körper. Wenn du bereits viele Jahre Fußball gespielt hast, dann sind kleinere Einschränkungen der Beweglichkeit, wie zum Beispiel eine reduzierte Mobilität der Sprunggelenke (aufgrund einer erlittenen Bänderverletzung oder ähnlichen Verletzungsmustern), häufig zu finden.

Du musst rechtzeitig damit beginnen, diese verloren gegangene Beweglichkeit wieder zu erarbeiten und deinen vollen Bewegungsradius, den sogenannten „Range Of Motion“, wieder zu erlangen.

Joint-by-Joint: Warum ein Tapeverband am Sprunggelenk Probleme im Knie bereiten kann

Bei schlecht auskurierten oder nicht behandelten Verletzungen, reduziert sich dieser Bewegungsradius teilweise erheblich. Nehmen wir wieder dein Sprunggelenk: Ein nicht wirklich auskurierter Bänderriss bzw. eine Bänderüberdehnung. Du hast schnell wieder mit dem Training begonnen und die verletzten Strukturen bereits nach wenigen Tagen, unter der Zuhilfenahme eines Tapes oder einer Bandage, belastet. Seitdem spielst du immer mit Tapeverband, hast aber seit einigen Wochen plötzlich leichte Kniebeschwerden (oder ähnliche). Was ist das Problem?

Durch den Verlust des vollen Bewegungsradius bekommt deine vordere Muskelkette, die über dein Sprunggelenk und das Knie in Richtung Hüfte verläuft, bei intensiven Einheiten plötzlich deutlich mehr Belastung. Denn dein Sprunggelenk kann seine Aufgabe nicht mehr zu 100% alleine erfüllen, sondern ist nun auf Mithilfe weiterer Gelenke angewiesen.

Arien Robben - Verletzung

Doch wer bekommt den „schwarzen Peter“ zugeschoben? Genau, das Knie.

Ein Tapeverband verstärkt Kompensationsmuster

Durch das ständige Tragen des Tapeverbandes suggerierst du deinem Sprunggelenk, dass eine vollständige ROM nicht mehr notwendig ist und dein Körper beginnt dieses „Kompensationsmuster“ abzuspeichern.

Erkennst du die Langzeitwirkung? Du erhöhst nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Knieverletzung, sondern zwingst deinen Körper dazu, die Einschränkung der Beweglichkeit anderweitig zu kompensieren. Solche und andere Defizite müssen unbedingt behoben werden, bevor du wieder mit einer hohen körperlichen Belastung starten kannst.

Beachte: Sobald Du die Bandage doch mal ablegst (weil du sie zum Beispiel einfach vergessen hast, aber trotzdem Spielen willst) und dein Sprunggelenk nun voll belastest, so kann es genau in diesem Gelenk zu einer schnellen Folgeverletzung kommen.

Wie du mit Sprunggelenksproblemen umgehen solltest, erfährst du nächste Woche an dieser Stelle.

Möchtest du die Beweglichkeit deiner Sprunggelenke sofort testen?

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Zerrungen im hinteren Oberschenkel

Nie wieder Zerrungen im hinteren Oberschenkel

Zerrungen im hinteren Oberschenkel nachhaltig vermeiden

Wer kennt es nicht? Dieses kurze Stechen, dann ein panischer Griff an den hinteren Oberschenkel und die traurige Gewissheit, dass in den nächsten Wochen wieder nicht an Fußball zu denken sein wird.

Erfahrungsgemäß ist die ischiocrurale Muskulatur, also die Oberschenkel-Rückseite, die am häufigsten verletzte Muskelstruktur. Zerrungen im hinteren Oberschenkel bis hin zu Muskelfaser- (bzw. eher Muskelbündel-) Verletzungen, sind sehr häufig zu beobachten. Ein Grund könnte das Kräfteungleichgewicht der vorderen und hinteren Muskelkette sein. Zum einen kann es an der hohen Spannung in der vorderen Oberschenkelmuskulatur und zum anderen an der fehlerhaften Ansteuerung der hinteren Muskelkette liegen. Die heutige Übung soll dir dabei helfen, zukünftig Zerrungen im hinteren Oberschenkel zu vermeiden.

Der „Twisted Dragon“ – die perfekte Übung für Oberschenkel und Hüftbeuger

Mit der im Video gezeigten Übung schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir aktivieren die hintere Oberschenkel-Muskulatur und bringen Länge auf die vordere Hüftmuskulatur.


Kleine Vorwarnung: Diese Übung führt bei „Ungeübten“ schnell zu Krämpfen in der Rückseite. Startet langsam und kontrolliert und tastet euch Stück für Stück an diesen Drill heran.

Durch das Mobility-Training im Fußball kannst du die Sicherheit nach Verletzungen wieder zurück gewinnen, in dem die Bewegungsspielräume angetestet werden, die nach einer Verletzung ein Unsicherheitsgefühl hervorrufen können.

Verletzt du dich jede Saison wieder an der selben Stelle?

Dann möchte dir dein Körper vielleicht etwas mitteilen. Sobald du den Fehler in deinem „System“ gefunden hast, wirst du in Zukunft vor ähnlichen Verletzungsmustern geschützt sein. Eine enge Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten ist dabei immer empfehlenswert.

Hilfe zur Selbsthilfe: Auf Facebook und in unserer App für IOS / ANDROID findest du sie

In unserer exklusiven Community auf Facebook kannst du mit Hilfe unserer Tests nicht nur deine Athletik, sondern auch deine fußballspezifische Beweglichkeit testen und dir im Anschluss ein Feedback von den Coaches oder den Physiotherapeuten einholen. Werde ein Teil der „Größten Fußballmannschaft der Welt“, in der bereits über 5.000 Spieler aus ganz Europa aktiv sind. Dort erwarten dich zahlreiche weiter Tipps und Trick, rund um die schönste Nebensache der Welt: den Fußball!

Wir wollen dir damit eine “Hilfe zur Selbsthilfe” anbieten. Deshalb haben wir für dich auch das kostenlose Soccer-Mobility-Coaching erstellt. Hier wird die Thematik noch weiter vorgestellt und ich zeige dir die aus seiner Sicht “beste Mobility-Übung” für den Fußballspieler. Wir hoffen, dass immer mehr Fußballspieler die Wichtigkeit des Themas erkennen und die Mobility-Drills in ihr Training und die Vorbereitung auf das Ligaspiel integrieren.

 

Lasst uns gemeinsam den Verletzungen im Amateurbereich den Kampf ansagen und dich nachhaltig vor langen Ausfallzeiten schützen.

CHANGE YOUR GAME. NOW.

Dein Mobility-Coach Benni

 

Über den Autor:

Benni Heizmann ist einer der erfolgreichsten Mobility-Trainer in Deutschland. Mit seinen „Reset“-Konzepten ist der Experte von „Perform Sports“ im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Als Mobility-Coach bei Soccer-Fit-You wird er auch dich dabei unterstützen, dein Spiel für immer zu verändern.

Foto: Pressefoto Ulmer

Mobility-Training im Fußball – Nie wieder statisches Dehnen

Bedeutung und Relevanz von Mobility-Training im Fußball

Was unterscheidet Mobility-Training im Fußball vom statischen Dehnen bzw. Stretching? Was ist Mobility-Training überhaupt? Und welchen Nutzen bringt das Training der Beweglichkeit auf dem Fußballplatz?

 

Im Folgenden findest du eine Zusammenfassung über die wichtigsten Fragen zum Thema Mobility-Training für Fußballspieler.

Was ist Mobility-Training überhaupt?

Mobility befasst sich mit den folgenden Themen:

  1. muskuläre (Ver-)Spannungen
  2. Beweglichkeitseinschränkungen von Gelenkkapseln und anderem körpereigenem Gewebe
  3. neuromuskuläre Koordination
  4. die optimale biomechanische Positionierung des Körpers, der Gelenke und der Körperachsen bei Bewegungen (und in Ruhe)
  5. den Bewegungsspielraum von Gelenken (engl. „range of motion“ oder ROM) und die Widerstandsfähigkeit des Körpers mit all seinen Strukturen gegen äußerer Reize

Kurz: Bei Mobility-Training handelt es sich um nichts anderes als Verletzungsprophylaxe

Das Thema Mobility sollte immer im Einklang mit dem Thema “Stability” gesehen werden. Neben Gelenkkapseln und Bändern werden Gelenke durch das Zusammenspiel verschiedener Muskeln stabilisiert. Stability beschäftigt sich mit der Position von Gelenken (Wirbelsäule, Schulter, Hüfte, Knie etc.) und der Kraft, welche diese Stabilität bewahrt.
Grundsätzlich sollte zwischen den Begriffen Stretching und Mobility unterschieden werden. Dr. Kelly Starrett (DPT und Bestselling Autor von “Werde ein geschmeidiger Leopard”) beschreibt Stretching oder besser gesagt statisches Dehnen, als die “simple Verlängerung von verkürzten und verhärteten Muskeln” durch verschiedene Dehnmethoden. Die Mobilisation hingegen ist ein “ganzheitlicher bewegungsgestützter Ansatz, der ALLE Bereiche anspricht, welche eine Beweglichkeitseinschränkungen zur Folge haben können” (eingeschränkte Gelenksbeweglichkeit, neuronale Schwächen, motorische Einschränkungen etc.).

Warum ist Mobility wichtig?

Hier eine Übersicht der wichtigsten Faktoren:

Mobility schafft einen Ausgleich zur Alltagsbelastung

Wir leben immer mehr den sogenannten “sedentären Lebensstil”. Vereinfacht gesagt: Wir sitzen zu viel. Beim Essen, im Auto, bei der Arbeit, beim Treffen mit Freunden. Sitzen gehört mittlerweile zu unseren häufigsten Aktivitäten. Der sitzende Lebensstil kann allerdings zu großen Schäden an unserem Bewegungsapparat führen. Wir brauchen demnach einen Ausgleich. Und dieser Ausgleich kann durch Mobility-Training stattfinden. Die Mobilisation der Hüftbeugemuskulatur und der Hamstrings (ischiocrurale Muskulatur) sorgt zum Beispiel für einen Gegenpol zum alltäglichen Sitzen.

Mobility verbessert die Bewegungseffizienz

Durch das Erlernen von sicheren Bewegungsmustern sowie das reibungslose und vor allem uneingeschränkte Zusammenspiel von Muskelketten, während Bewegungen erreichen wir eine gesteigerte Bewegungseffizienz. Dadurch brauchen wir für die gleiche Bewegung weniger Energie und können somit mehr Leistung erzielen. Du lernst zum Beispiel wie du deine Hüfte beim Springen effektiver einsetzt oder wie du mit einer optimalen Schulterposition mehr Push-Ups absolvieren kannst.

Mobility verringert das Verletzungsrisiko

Mobility-Training im Fußball steht für eine gesteigerte Beweglichkeit. Das bedeutet nichts anderes, als dass wir unsere Bewegungen sicherer und über einen vergrößerten Bewegungsradius ausführen können. Verletzungen entstehen meist durch suboptimale Gelenksstellungen oder durch ein Ungleichgewicht von Muskelgruppen. Wenn wir unsere Beweglichkeit verbessern, verhindern und beseitigen wir diese sogenannten “Dysbalancen” und können akute wie auch chronische Verletzungen verhindern.

Mobility vergrößert die aktive Beweglichkeit

Die aktive Beweglichkeit spielt in unserem Alltag eine wichtige Rolle. Durch die aktive Beweglichkeit verbessern wir unsere Haltung, unser Gangbild und die intermuskulären Widerstände werden verringert. Die Verbesserung der passiven Beweglichkeit kann mit “Isolationsübungen” verglichen werden, bei denen meist nur ein Muskel gedehnt wird. Mobility-Training im Fußball befasst sich hauptsächlich mit Muskelketten und deren Zusammenspiel und bereitet so auf die Aufgaben und Belastungen des Ligaspiels vor.

Sicherheit zurückgewinnen nach Verletzungen

Durch das Mobility-Training im Fußball kannst du die Sicherheit nach Verletzungen wieder zurück gewinnen, in dem die Bewegungsspielräume angetestet werden, die nach einer Verletzung ein Unsicherheitsgefühl hervorrufen können. Nach einer Schulterluxation (und anschließender Heilungsphase) kann zum Beispiel durch vorsichtige Außenrotationsmaßnahmen das Gelenk in Überkopfpositionen wieder belastet werden. Schrittweise kann dann die Belastung wieder gesteigert werden bis die Sicherheit zu 100% zurückgewonnen wird.

Das Mobility-Training im Fußball ist in vielerlei Hinsicht “Hilfe zur Selbsthilfe”. Deshalb haben wir für dich das kostenlose Soccer-Mobility-Coaching erstellt. Hier wird die Thematik noch weiter vorgestellt und Mobility-Coach Benni zeigt dir die aus seiner Sicht „beste Mobility-Übung“ für den Fußballspieler. Wir hoffen, dass immer mehr Fußballspieler die Wichtigkeit des Themas erkennen und die Mobility-Drills in ihr Training und die Vorbereitung auf das Ligaspiel integrieren.

CHANGE YOUR GAME. NOW.

Dein Mobility-Coach Benni

 

Über den Autor:

Benni Heizmann ist einer der erfolgreichsten Mobility-Trainer in Deutschland. Mit seinen „Reset“-Konzepten ist der Experte von „Perform Sports“ im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Als Mobility-Coach bei Soccer-Fit-You wird er auch dich dabei unterstützen, dein Spiel für immer zu verändern.

Verletzungen – RB zeigt Bayern Grenzen auf

Ein Blick auf die Ausfälle aufgrund von Verletzungen der Bundeliga-Hinrunde reicht um festzustellen, dass RB Gründer Dietrich Mateschitz auch beim Thema Verletzungsprophylaxe nichts dem Zufall überlassen hat. Nachdem RB Leipzig im letzten Jahr mit 37 Ausfalltagen noch auf dem fünften Platz der Verletzungstabelle gelandet war, grüßen sie nach der Bundesliga-Hinrunde von der Tabellenspitze. Auch Dietmar Hopp und die TSG Hoffenheim sind erneut unter den TOP 3 der Liga, aber woran liegt das?

 

Leipzig, Augsburg und Hoffenheim mit Top-Werten

Die Topclubs vom FC Bayern München oder Bourssia Dortmund finden sich eher im hinteren Bereich der Verletzungstabelle ein, wie auch bereits in der Bundesligasaison 2016/2017. Am Ende der Rückrunde fand sich der FC Bayern auf dem 9. Platz und der BVB auf dem 17. Tabellenplatz wieder, mit über 65 Ausfalltagen pro Spieler. Die TSG Hoffenheim dagegen liegt nach dem 2. Platz der Vorsaison erneut auf Platz drei mit lediglich 18,97 Fehltagen pro Athlet.

Konnte man bei den Spitzenclubs der Bundesliga im letzten Jahr zumindest noch argumentieren, dass die Zusatzbelastung durch die UEFA Champions Leauge einen unerfreuliche Beitrag zum unbefriedigenden Abschneiden geleistet hat, so werden diese Stummen nach der diesjährigen Teilnahme von RB in der Champions Leauge und der Europa Leauge wohl verstummen müssen.

Der Zusammenhang zwischen Verletzungen und Ernährung ist kein Zufall

Ist das alles Zufall? Oder liegt es vielmehr daran, dass nichts dem Zufall überlassen wird? Die Bullen von RB achten strikt auf die Ernährung ihrer Athleten und analysieren bis ins Detail eventuelle Unverträglichkeiten, die sich auf die Leistungsfähigkeit der Spieler auswirken könnten. Beim FC Bayern vertraut man auf die Expertise von Fernsehkoch Alfons Schubeck, denn Jupp Heynckes hält diesem Video zu Folge Ernährungsberater für „überbewertet“.

Man kann es Jupp Heynckes auch schwer verübeln, denn der Erfolg gibt ihm ja schließlich Recht. Vielleicht ist aber auch der Kader des Rekordmeisters einfach gut und breit genug, um die Bundesliga nach Belieben zu dominieren. Zusätzlich kann der FC Bayern auf jeden Ausfall adequat reagieren, da sie ja alle Positionen doppelt besetzt haben. Aber im internationalen Vergleich auf solch entscheidenden Faktoren so lapidar zu verzichten ist grenzwertig.  Was hingegen macht RB Leipzig? Sie sondieren den Markt und werben 2015 Nicklas Dietrich von der TSG Hoffenheim ab, einen Ernährungsberater und Athletik-Coach, der unter anderem auch für die Fitness der Deutschen Nationalmannschaft verantwortlich ist.

Verletzungen bedeuten für die Verein „totes Kapital“

Ist das verwerflich? Aus unserer Sicht nicht. Jeder Verein sollte danach streben im Sinne seiner Athleten die bestmögliche Betreuung sicherzustellen. Mateschitz und Hopp stehen seit dem Beginn ihrer Projekte im Kreuzfeuer verschiedenster Fanlager. Allen Vorwürfen zum Trotz ist es diesen beiden Herren gelungen, innerhalb kurzer Zeit professionellste Strukturen in beiden Vereinen zu installieren. Mit ihren innovativen Ansätzen setzen sie bundesweit Maßstäbe und gelten als Vorreiter für eine professionalisierte Trainings – und Belastungssteuerung.

Vielleicht müsste gerade im Bereich der Verletzungsprophylaxe bei vielen Clubs im Profibereich ein Umdenken stattfinden, wenn schon nicht zum Schutze ihrer Athleten, dann zumindest zum Wohle der eigenen Geldbörse. Warum werden selbst in der Bundesliga die Athletiktrainer mit vergleichswseise niedrigen Gehältern abgespeist, wenn man alleine mit dem zwölfwöchigen Ausfall eines Manuel Neuer einen ganzen Stab an hochbezahlten Experten für eine komplette Saison installieren könnte?

Verletzungen im Amateurbereich

Auch im Fußball – Amateurbereich liegt noch viel im Argen. Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland bundesweit über 1,25 Millionen Sportverletzungen. Über 45 Prozent der ärztlich behandelten Verletzungen betreffen Amateurfußballspieler, der Wert für männliche Patienten liegt bei fast 60 Prozent. Die Strukturen der Vereine, die Ausbildungen der Trainer und der Wissensstand der Spieler bietet noch viel Raum zur Optimierung. Wir würden uns freuen es mit dir un deinem Verein anzupacken und zusammen den Verletzungen den Kampf anzusagen. Mit unseren Workshops bei den Vereinen vor Ort ud unseren kostenlosen Coachings wollen wir unseren Teil dazu beitragen.

Viele Details rund um die Verletzungen in der Fußball-Bundesliga findest du auch hier.

CHANGE YOUR GAME. NOW.

Euer Team von Soccer-Fit-You