Training für die Winterpause

Krafttraining für Fußballspieler

Warum Krafttraining für Fußballspieler heutzutage ein MUSS ist?

„Kondition ist nicht alles. Aber ohne Kondition ist alles nichts“ – mit diesen Worten rückte kurz vor dem Sommermärchen 2006 ein gewisser Joachim Löw – später sollte er Bundes-Jogi werden und einen Weltmeistertitel holen – die konditionellen Fähigkeiten eines Fußballspielers bzw. einer Fußballspielerin in den Mittelpunkt. Neben der Ausdauer sind auch Schnelligkeit, Beweglichkeit und vor allem die Kraft elementare Bestandteile des Terminus „Kondition.

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Muskelmasse und Verletzungsrisiken

Wenn CR7 wieder einmal einen Volleyschuss mit der Geradlinigkeit eines Dartpfeils ins Tor hämmert, er anschließend zu einem diabolischen Jubelsprung ansetzt und das Ganze mit einem Fingerzeig auf seinen Oberschenkel garniert, staunt man immer wieder aufs Neue. Doch beim Sport – und vor allem Fußball – geht es nicht um die Ästhetik des Muskels. Hauptsächlich geht es um den Schutz vor Verletzungen. Und da kann man evident beweisen, dass die Steigerung der Muskelmasse, das Verletzungsrisiko mindern kann.

Ein gezieltes Hypertrophietraining hat nämlich das Potential, neuromuskuläre Effekte zu sublimieren. Die erhöhte Zeit unter Spannung hilft uns nämlich, Nervenbahnen zwischen Gehirn und Muskeln zu festigen und so qualitativ hochwertige Bewegungsmuster zu kreieren. Dies hat sowohl im Schutz vor Verletzungen wie auch in der Leistungssteigerung nicht unerhebliche Auswirkungen.

Explosivität als Basisqualifikation

Teilnahmslos, mitunter sogar lustlos traben Spieler wie Leroy Sané, Arijen Robben oder Marco Reuss häufig über das fein-säuberlich gepflegten Carreé im Ethiad, in der Allianz Arena oder vor der gelben Wand im Westfahlenstadion. Doch plötzlich geht die Post ab. Wie Raubkatzen auf Beutetour überrumpeln solche Spieler komplette Abwehrreihen beim Gegner.

Was ihnen dabei hilft, ist neben ihrer Grundschnelligkeit auch ihre ausgeprägte Explosivität. Und diese ist wiederum stark mit dem Kraftniveau des Spielers verbunden.

Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass mit einem smarten und strukturierten Trainingsaufbau auch die Explosivität eines Fußballspielers maximiert werden kann. Zusammengefasst, erlaubt dir ein verbessertes Kraftniveau einen Leistungsschub in deiner Schnelligkeit – der Basisqualifikation von erfolgreichen Fußballspielern.

Krafttraining zum Schutz vor Verletzungen

Eine Unebenheit im Rasen, ein unkontrolliertes Landen nach dem Kopfball, ein scheinbar wie von Geisterhand wegknickendes Kniegelenk – Verletzungshergänge sind mannigfaltig. Und in der Risikosportart Fußball manchmal auch nicht auszuschließen.

Durch Krafttraining kann man Verletzungen und die damit verbundenen Ausfallzeiten jedoch minimieren.

Ein richtig konzipiertes Krafttraining beispielsweise stärkt und stabilisiert an den entsprechenden Gelenken den schützenden Muskel-Sehnenapparat. Dies ist neben den bereits erwähnten neuromuskulären Vorteilen ein entscheidender Faktor in der Verletzungsprophylaxe.

Vorteile des Krafttrainings in der täglichen Praxis

Und auf dem Feld? Wie essentiell hier die motorischen Hauptbeanspruchungsform Kraft für den Spielerfolg ist, zeigt der Einfluss der konditionellen Fähigkeiten auf viele Spielsituationen während jener 90 Minuten, denen nicht selten das Prädikat „Tod oder Gladiolen“ anhaftet. 

Ein sehenswertes Dribbling mit einer Finte, die gleich mehrere Abwehrspieler ins Leere laufen lässt ist beim Fußball wertlos, wenn der finale Torschuss so kraftlos durchgeführt wird, dass der Torhüter den Versuch mühelos mit seiner Mütze aufsammeln kann. Ebenso unprofitabel ist eine ausgezeichnete Technik im Kopfballspiel, wenn die Sprungkraft nicht in ausreichender Art und Weise vorhanden ist und man deshalb keine Chance auf eine Ballberührung hat.

Anhand dieser Beispiele lässt sich die These vertreten, dass die Durchführung technischer Fähigkeiten mit einer steigenden Qualität an konditionellen Fähigkeiten – vor allem der Kraft – auf dem Spielfeld erleichtert wird.

Vergleicht man innerhalb einer Spielklasse unterschiedliche Mannschaften miteinander, so stellt man tendenziell fest, dass eine konditionell starke, aber technisch schwache Mannschaft in der Tabelle besser platziert ist, als das Pendant dazu, welches technisch zwar beschlagen ist, aber im konditionellen Bereich Defizite aufzeigt.

Um es nochmal abschließend zu verdeutlichen: Wer sich mit einem spezifischen Krafttrainingsprogramm auf eine Saison vorbereitet oder sich damit fit machen will, erhöht dadurch nicht nur seine Chancen auf den sportlichen Erfolg. Er wird auch seine Gesundheit präventiv positiv beeinflussen und wahrscheinlicher eine Saison ohne lästige Verletzung bestreiten können.

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Und es ist auch die Aufgabe der Trainer, seinen Athleten die notwendigen Programme zur Verfügung zu stellen – mit unserer APP sehen wir die Aufgabe als erfüllt.

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Dein Team von Soccer-Fit-You

References:

Journals:

Faigenbaum, A.D., Meyer, G.D. (2010). Resistance training among young athletes: safety, efficacy and injury prevention effects. British Journal of Sports Medicine, 44(1). 56-63.

Haff, G.G., Triplett, N.T. (2015). Essentials of Strength Training and Conditioning (4th ed.). Champaign, IL: Human Kinetics.

Young, W.B. (2006). Transfer of strength and power training to sports performance. International Journal of Sports Physiology and Performance, 1. 74-83.

Books:

Bauer, Gerhard:

Lehrbuch Fußball, München, 6. Auflage, 2001

Bisanz, Gero/Gerisch, Gunnar: Fußball,Kondition Technik Taktik und Coaching, Aachen, 2008

Dargatz, Thorsten:

Fußball Konditionstraining, München, 2008

Geese, Rolf:

Erfolgsfaktor Konditon, Aachen, 2009

Grosser, Manfred/Starischka, Stephan/Zimmermann, Elke:

Das neue Konditionstraining, für

alle Sportarten, für Kinder, Jugendliche und Aktive, München, 9. Auflage, 2004

Achillessehne

Eine perfekte Übung bei einer Achillessehnenreizung

Viele Fußballspieler kennen das Problem einer Achillessehnenreizung. Hat man sich einmal Probleme mit der Achillessehne „eingetreten“, wird man sie so schnell nicht mehr los. Wir wollen heute zuerst einen Blick darauf werden, wie es zu einer Achillessehnenreizung kommen kann und dir dann eine Übung zeigen, die dir bei der Behandlung helfen wird.

Wichtig ist dabei vor allem:

Prävention vor Rehabilitation.

Reagiere nicht erst darauf wenn die Probleme auftreten, sondern kümmere dich bereits präventiv um deine Achillessehne! Wir wollen ja nicht, dass dir deine Ferse zum Verhängnis wird – so wie bei dem tragischen Halbgott Achilles aus der griechischen Mythologie.

In unserem heutigen Artikel haben wir nicht nur eine super Übung für dich, sondern auch eine kostenlose Anleitung, mit der du dir selbst helfen kannst.

Wie kommt es zu einer Achillessehnenreizung?

Bereits in der vergangenen Woche haben wir dir die Achillessehne und ihre Eigenschaften vorgestellt. Die Aufgabe der Sehne, die Kraft der Wadenmuskulatur auf die knöchernen Strukturen zu übertragen, spielt bei nahezu allen fußballspezifischen Bewegungsmustern eine große Rolle.

Damit ist eine hohe Belastung vorprogrammiert. Ohnehin gehört die Achillessehne im Fußball zu den am stärksten belasteten Bereichen.

Übersteigt die Belastung kurz- bzw. mittelfristig die Belastbarkeit der Strukturen, kommt es zu einer Überlastung der Sehne, einer sogenannten Achillessehnenreizung. Diese Reizung drückt sich vor allem in stechenden Schmerzen im Bereich des Sehnenverlaufs oder auch direkt über dem Fersenbein aus.

Neben den oben genannten Schmerzen ist bei einer Sehnenreizung wird häufig auch die Wadenmuskulatur hart/ verhärtetet und die Achillessehne reagiert druckempfindlich. Im Verlauf dieser Reizung kann es dann auch zu Funktionseinschränkungen, vor allem in der Mobilität des Sprunggelenks und zu einer Schwellung beziehungsweise einer Temperaturerhöhung kommen.

Erste intrinsische und extrinsische Risikofaktoren sind die Fußform, eine mangelnde Durchblutung der Sehne und das Alter. Hinzu kommen vor allem funktionelle Ursachen wie eine veränderte Sprunggelenkskinematik oder einer strake Überpronation. Auch ein schlechtes Verhältnis von Belastung und Belastbarkeit kann eine Ursache für deine Achillessehnenreizung sein.

Unter der Sprunggelenkskinematik verstehen wir den Umfang der Bewegungen deines Sprunggelenks. Eine Überpronation beschreibt das zu starke „Abkippen“ des Fußes nach Innen bei der Abrollbewegung.

Insgesamt ist eine Achillessehnenreizung nicht nur schmerzhaft, sondern führt zu einem massiven Leistungsabfall. In einigen Fällen kann der Fuß überhaupt nicht (sportlich) belastet werden.

Genau deshalb möchten wir dir nun zeigen, was du dagegen tun kannst.

Eine perfekte Übung bei einer Achillessehnenreizung

Neben der Wahl des optimalen Schuhwerks, sowie einer funktionellen Überprüfung der unteren Extremitäten, stellt vor allem eine ausreichend flexible und kräftige Wadenmuskulatur einen wichtigen Faktor in der Prävention von Achillessehnenbeschwerden dar.

Eine Übung zur Stabilisierung der Wadenmuskulatur zeigen wir dir zu einem späteren Zeitpunkt. Heute wollen wir uns erstmal auf die Beweglichkeit deiner Sprunggelenke und somit deiner Achillessehne konzentrieren.

Um die Beweglichkeit deiner Sprunggelenke zu gewährleisten, aber auch um deine Achillessehne langfristig zu schützen, ist dieser Drill perfekt geeignet: Das Fußkreisen.

Die Übung erklären wir dir hier in einem kurzen Video:

In der Rehabilitation nach einer solchen Verletzung solltest du auf jeden Fall weiterhin aktiv bleiben. Zunächst empfehlen wir dir jedoch, auf Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Aqua-Jogging umzusteigen. Dadurch kannst du die Belastung auf deine Achillessehne reduzieren.

Neben der akuten Behandlung (Physiotherapie, Massage, Dehnung und Mobilisation der Wade) solltest mit einem Experten arbeiten. Dieser kann dich bei der Suche nach der Ursache für die Überlastung unterstützen. Nur so kannst du eine erneute Achillessehnenreizung vermeiden.

Die folgenden drei Fragen können dir bei der ersten Suche nach dem Auslöser helfen:

  • War die Belastung in der letzten Zeit zu hoch oder wurde die Belastung sprunghaft gesteigert?
  • Bist du vermehrt gesprintet und gesprungen?
  • Trägst Du passende Schuhe und kümmerst du dich ausreichend um deine Füße und Waden?

Für eine abschließende Diagnose empfehlen wir dir jedoch, einen Experten aufzusuchen. Diese sind gar nicht so leicht zu finden, weshalb wir dir unsere Hilfe anbieten wollen.

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Dort findest du Tipps und Tricks rund um die Themen Prävention, Rehabilitation und Performance.

Zum Abschluss dieses Beitrags haben wir noch etwas ganz Besonderes für dich: Lade Dir unsere kostenlose Anleitung herunter, die dir bei Problemen rund um deine Achillessehne hilft!

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