Julia Simic stellt sich vor

Julia Simic meets Soccer-Fit-You: Das Know-How der Profis für den Amateurfußball

Mit Julia Simic ist das Team von Soccer-Fit-You komplett. Wir wollen euch unser neustes Teammitglied in diesem Interview vorstellen und euch natürlich verraten, was wir in Zukunft gemeinsam planen. Dafür haben wir uns Zeit für ein ausführliches Interview genommen:

 

SFY: Hi Julia, du hast dich Anfang Mai dem Team von Soccer-Fit-You angeschlossen. Für alle die dich jetzt vielleicht noch nicht kennen sollten, stell dich doch kurz vor. Wer ist denn Julia Simic und was machst sie aktuell?

 

JULIA: Ich bin Fußballspielerin und aktuell beim SC Freiburg in der Frauen-Bundesliga im Mittelfeld aktiv. Mit 29 Jahren ist der SC natürlich nicht meine erste Station als Fußballerin. Mit 16 Jahren bin ich aus meiner Heimat Fürth nach München gezogen, um dort 8 Jahre für den FC Bayern München in der Bundesliga zu spielen. Nach sehr erfolgreichen, aber auch verletzungsreichen Jahren in München, unter anderem 2 Kreuzbandrissen, habe ich 2013 den Schritt zum Champions-League Teilnehmer Turbine Potsdam gewagt. Ehe 1,5 Jahre später weiter zum Triple-Anwärter VFL Wolfsburg ging. In der Zeit konnte ich 4 Pokalsiege, 1 Deutsche Meisterschaft, 3 Vizemeisterschaften sowie 1 Champions-League Finale und 3 Champions-League Halbfinals erreichen.

 

Gerade durch die Knieverletzungen habe ich am eigenen Leib erfahren, wie der menschliche Körper, aber auch der Kopf eines Sportlers tickt.

 

SFY: Die meisten kennen dich als aktive Profispielerin, aber mit diesem Projekt gehst du in eine völlig neue Richtung. Welche Ziele hast du dir selbst gesteckt oder besser gesagt, wie denkst du kann die Zusammenarbeit dem Amateurfußball helfen?

 

JULIA: Wie bekannt sein dürfte, verdienen wir Frauen mit dem Fußball keine Millionenbeträge J. Deshalb war für mich klar, dass ich mir neben dem Fußball ein zweites Standbein aufbauen möchte, das es mir ermöglicht, auch nach meiner aktiven Zeit im Sportbereich und bevorzugt im Fußball zu arbeiten. Also habe ich mich damals dazu entschlossen, Sportwissenschaften zu studieren und mittlerweile meinen Master in der Tasche.

Gerade durch die Knieverletzungen habe ich am eigenen Leib erfahren, wie der menschliche Körper, aber auch der Kopf eines Sportlers tickt.

Mich persönlich haben die Stunden in der Reha dahingehend sensibilisert, dass ich demütiger und dankbarer mit meiner Gesundheit und einem fitten Körper umgehe und gleichzeitig auch in größerem Maße dazu bereit bin, neben dem alltäglichen Fußballtraining auch präventiv in den Körper zu investieren. Ich glaube, es ist insgesamt wichtig, bei den Sportler, gerade auch im Amateurbereich, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass mit relativ geringem zeitlichen und körperlichen Aufwand, vielen Verletzungen vorgebeugt werden kann.

 

SFY: Du hast gerade deine Knieverletzungen erwähnt. Hatten diese Einschnitte in deiner Karriere einen Einfluss auf deine zukünftige Ausrichtung als Sportwissenschaftlerin?

 

JULIA: Mit Sicherheit. Viele meiner Studienarbeiten habe ich während meiner Studienzeit dem Thema Knieverletzungen und deren Prävention gewidmet. Ich glaube, nahezu jeder Sportler, der eine schwerwiegende Verletzung hatte, lernt unglaublich viele anatomische und biomechanische Aspekte seines Körpers kennen und kann sich dadurch auch in Andere besser reinfühlen und Dinge besser nachvollziehen, als ohne diese Erfahrung gemacht zu haben. Auch wenn ich natürlich im Endeffekt gerne darauf verzichtet hätte 😉

 

Ganz allgemein lässt sich feststellen, dass zu 70% Non-Kontakt-Mechanismen für Knieverletzungen verantwortlich sind.

 

SFY: Du hast deine Masterarbeit dem Thema „Kreuzbandverletzungen“ gewidmet. Wo siehst du die wichtigsten Ansatzpunkte, um diesem Verletzungsmuster langfristig den Kampf anzusagen?

 

JULIA: In der Arbeit ging es speziell darum, die unterschiedlichen Verletzungsmechanismen für Kreuzbandrisse bei Fußballspielerinnen zu durchleuchten und welche Gründe für das außergewöhnlich hohe Risiko für Frauen im Vergleich zu männlichen Kickern ausschlaggebend sein könnten.

Ganz allgemein lässt sich feststellen, dass zu 70% Non-Kontakt-Mechanismen für Knieverletzungen verantwortlich sind, als Aktionen, in denen kein Kontakt mit dem Gegenspieler stattfindet, sondern lediglich der eigene Körper inadäquat reagiert. Diese große Zahl verdeutlicht, dass man aktiv werden muss und gerade im Bereich Dysbalancen in Muskelgruppen, Beweglichkeit und Beinachsenstabilität arbeiten muss.

 

SFY: Du bist auch auf dem Soccer-Summit im Juni in München als Speakerin aktiv. Um welches Thema wird sich dein Vortrag drehen?

 

JULIA: Der Vortrag wird sich vor allem um die unterschiedlichen Möglichkeiten des Präventionstrainings und deren Einbau in den Trainingsalltag drehen und darüber hinaus spreche ich natürlich auch über meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke als Spielerin hinsichtlich dieser Thematik.

 

Ich werde deshalb auch in der Soccer-Fit-You Community auf Facebook viele Artikel und auch Live-Videos zu genau diesen Themenbereichen veröffentlichen.

 

SFY: Das hört sich doch spannend an. Eine letzte Frage. Wenn du dir eine Sache aussuchen könntest, welches Ziel würdest du gerne zusammen mit SFY erreichen?

 

JULIA: Ich glaube, wie vorher schon erwähnt, liegt der Fokus vor allem darauf, bei den Spielerinnen und Spielern und insbesondere auch deren Trainern ein Bewusstsein für die Wichtigkeit von Präventionstraining zu schaffen. Ich habe mal ein Zitat von Trainer José Mourinho gelesen, in dem heißt es: „Um Klavier spielen zu lernen, rennt der Klavierspieler nicht um das Klavier, er spielt das Klavier!“ Damit möchte er andeuten, dass es nach seiner Auffassung im Fußballtraining vordergründig darum geht, möglichst fußballspezifisch und spielnah zu trainieren. Eine Auffassung von vielen Trainern, deren Umsetzung bei den Spielern naturgermäß gut ankommt, da die Motivation bei Spielern in Trainingsformen grundsätzlich höher ist, sobald ein Ball dabei ist.

Darunter sollten aber präventive und athletische Aspekte nicht leiden. Ich selbst erinnere mich an unzählige Diskussionen von Spielern mit Trainern über die Sinnfrage bestimmter durchgeführter Übungen. So ähnlich wie die klassische Sinnfrage in der Schule: „Für was brauch ich Mathe in meinem späteren Leben!“ kann man die Frage auch häufig auf den Trainingsplatz ummünzen: was bringt es mir denn, über irgendwelche Hürden zu springen oder mich auf dem Boden zu welzen?

Die begrenzte Trainingszeit gilt es gerade in unterklassigeren Mannschaften möglichst effektiv und zweckmäßig einzusetzen. Und dabei sollte das Ziel sein, vielen Trainern und Spielern Übungen an die Hand zu geben, mit deren Hilfe die Spieler weniger verletzungsanfällig und gleichzeitig fitter sind. Ich werde deshalb auch in der Soccer-Fit-You Community auf Facebook viele Artikel und auch Live-Videos zu genau diesen Themenbereichen veröffentlichen. Ich würde mir wünschen, dass Julia Simic später nicht nur als Spielerin in Erinnerung bleibt, sondern auch als eine Person außerhalb des Platzes, die vielen Amatuersportlern mit ihren Erfahrungen geholfen hat.

 

SFY: Vielen Dank Julia für deine Zeit und deine Antworten. Wir freuen uns wirklich sehr mit dir gemeinsam diese Projekte anzupacken und damit vielen Fußballspielern und – spielerinnen zu helfen. 

Nie wieder Leistenverletzungen

Nie wieder Leistenverletzungen – Schütze die Adduktoren

Kannst du dich noch an das Halbfinal-Hinspiel zwischen Bayern und Real erinnern? Noch in der ersten Halbzeit hat es Jerome Boateng in diesem Match erwischt und was war der Grund? Genau richtig, eine Leistenverletzung.

Verletzungen der unteren Extremitäten gehören zu den häufigsten Verletzungen im Fußballsport. Gerade die Adduktoren sind besonders häufig betroffen (1).

Die Adduktoren bestehen aus dem m. pectineus (verläuft vom Schambein zur oberen Innenseite des Oberschenkelknochens), dem m. adductor longus & brevis (verläuft ebenfalls vom Schambein an die obere Innenseite des Oberschenkelknochens), dem m. adductor magnus (zieht vom Schambein und Sitzbein an die Innenseite des Oberschenkelknochens) und dem m. gracilis (verläuft vom Schambein hinunter an die Innenseite des Schienbeins).

Die Funktion der Adduktoren ist vielseitig: Sie sind an der Hüftbeugung/Hüftstreckung, an der Innen- und Außenrotation im Hüftgelenk und der Stabilisation der Knie beteiligt und sorgen dafür, dass das abgespreizte Bein wieder an den Körper herangeführt wird  „Adduktion“).

Verletzungen der Adduktoren entstehen meist am Übergang der Sehne zum Muskel, nahe der Leistengegend. Meist ist hierbei der m. adductor longus betroffen. Aus diesem Grund werden Zerrungen in den Adduktoren gerne auch als „Leistenzerrung“ (nicht zu verwechseln mit Leistungszerrung) betitelt.

 

Wie gehe ich mit einer Adduktorenverletzung um?

Zunächst sollte das Training/Spiel unterbrochen werden und ausgeschlossen werden, dass ein struktureller Schaden vorliegt (Abriss/Teilriss). Hier hilft notfalls nur ein Besuch beim Experten. Ist es nur eine Zerrung, so sollte vorerst pausiert werden, bis die Schmerzen zurückgehen. Anschließend sollte daran gearbeitet werden, die Adduktoren stärker und beweglicher zu machen, als sie vor der Verletzung waren. So minimieren wir das Risiko einer erneuten Verletzung an der gleichen Stelle.

Ein Tipp: Wir arbeiten seit kurzem auch mit dem Hernienzentrum in München zusammen. Dort arbeiten die Experten mit neuartigen OP-Methoden und du bist im Optimalfall bereits nach ein bis zwei Wochen wieder auf dem Platz. Wenn du diesbezüglich Fragen haben solltest, kannst du dich gerne an uns wenden. Zu den Themen „weiche Leiste“ und „Leistenbruch“, werden ebenfalls hier in unserem BLOG in Kürze hilfreiche Artikel erscheinen.

Wie mache ich meine Adduktoren kugelsicher?

Als Leitprinzip sollte hier gelten: Starke Adduktoren sind belastbare Adduktoren (2). Simples Stretching wird dich vor erneuten Leistenverletzungen nicht schützen (3). Doch das heißt nicht, dass du nicht an deiner Beweglichkeit arbeiten solltest. Eine geeignetere Variante der Verbesserung der Beweglichkeit ist das Mobility-Training, bei dem wir Kraft- & Beweglichkeitstraining kombinieren (4).

In der Video-Reihe findest du einen Schritt für Schritt-Plan, wie du deine Adduktoren stark UND beweglich machst; und so das Risiko einer Folgeverletzung bzw. weiterer Leistenverletzungen minimierst. In meinem Soccer-Mobility-Guide findest du ebenfalls Übungen für genau diesen Problembereich.

Noch ein Hinweis: Wenn du zukünftig keinen Artikel mehr verpassen möchtest, dann werde Mitglied unser exklusiven Soccer-Fit-You Community auf Facebook. Werde ein Teil der „Größten Fußballmannschaft der Welt“, in der bereits über 5.000 Spieler aus ganz Europa aktiv sind. Dort erwarten dich zahlreiche weiter Tipps und Trick, rund um die schönste Nebensache der Welt: den Fußball!

CHANGE YOUR GAME. NOW.

Dein Mobility-Coach Benni

Über den Autor:

Benni Heizmann ist einer der erfolgreichsten Mobility-Trainer in Deutschland. Mit seinen „Reset“-Konzepten ist der Experte von „Perform Sports“ im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Als Mobility-Coach bei Soccer-Fit-You wird er auch dich dabei unterstützen, dein Spiel für immer zu verändern.

Studien/Quellen:
(1) http://www.netzathleten.de/…/5815-statistik-die-haeufigsten…. Zugriff am 04.05.2018 um 12 Uhr
(2) Tyler et. al (2001) The Association of Hip Strength and Flexibility With the Incidence of Adductor Muscle Strains in Professional Ice Hockey Players. American Journal of Sports Medicine, Vol. 29, No. 2
(3) Weppler et al. (2010). Increasing muscle extensibility: a matter of increasing length or modifying sensation? Phys Ther. 2010 Mar; 90(3): 438-49. http:www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20075147
(4) Simão et al. (2011) The influence of strength, flexibility, and simultaneous training on flexibility and strength gains. J Strength Cond Res. 2011 May;25(5):1333-8; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21386731

Mehr Power am Ligaspieltag

Was ist wohl die perfekte Morgen-Routine, um dich optimal auf deinen Ligaspieltag vorzubereiten? Wie startest du am besten in den Tag und wie „aktivierst“ du deinen Körper, gleich nach dem Aufstehen?

Statt einer perfekten Routine für den Ligaspieltag, haben wir ein tägliches Ritual, für jeden x – beliebigen Tag der Woche für uns entdeckt. Dieses Ritual empfehlen wir allen unseren Athleten und zwar an jedem Tag, egal ob Spiel – oder Arbeitstag. Trotzdem ist es natürlich perfekt dafür geeignet, auch mir mehr Power in deinen Ligaspieltag zu starten.

In erster Linie möchten wir dein Energieniveau damit anheben. Und genau da setzen wir gleich nach dem Aufstehen an. Wenn du in Zukunft mehr solcher Informationen finden möchtest, dann komm in unsere exklusive Community auf Facebook und werde ein Teil der größten Fußballmannschaft der Welt. Es erwartet dich exklusiver Content und zahlreiche Test. Finde heraus wie es um deine Beweglichkeit oder Athletik bestellt ist und schütze dich langfristig vor Verletzungen.

Das Kick-Start-Getränk von Wolfgang Unsöld

In Zukunft führt dich dein erster Weg nicht ins Badezimmer, sondern in die Küche. Dort mischst du dir folgende Sachen zusammen:

– 0.3 – 0,5 Liter Wasser (mehr ist mehr)
– 2-3 Gramm Salz (mehr ist weder notwendig, noch sinnvoll)
– Den Saft einer 1/8 Limette oder einen Schuss Limettensaft aus der Flasche

Warum? Im Schlaf verlierst du über die Atmung, die Urinbildung und den Schweiß bis zu 2 Liter Flüssigkeit, gerade in heißen Sommernächten. Schon 2 % Flüssigkeitsverlust vermindern deine Leistungsfähigkeit. 75 Kilo Körpergewicht, 60 – 65 % davon sind Flüssigkeit. Zwei Prozent davon sind etwa ein Liter Wasser. Houston, wir haben ein Problem.

Also befüllen wir zuerst deine Flüssigkeitsspeicher. Es gibt eine Vielzahl von Studien, in denen belegt wurde, dass eine signifikante Erhöhung der Wasserzufuhr deine Gehirnleistung positiv beeinflusst. So steigert es nicht nur die Geschwindigkeit, in der du Informationen aufnehmen kannst, sondern auch dein Gedächtnis und die Arbeitsleistung deines Gehirns. Deshalb wirken wir zuerst diesem nächtlichen Flüssigkeitsverlust entgegen.

Aber warum das Salz? Angeblich hat es einen positiven Einfluss auf die Hormonproduktion in deinen Nebennieren. Diese These konnte durch wissenschaftliche Studien bis dato nicht belegt werden, deshalb wollten wir diese Routine auch eigentlich bereits streichen. Das Feedback der Athleten, die unseren neuen Guide bereits durchlaufen haben, war bezüglich des Kick-Start-Getränks jedoch so positiv, dass wir uns entschieden haben, es weiter zu testen. Deshalb würden wir uns auch über deine Meinung bezüglich des Getränks nach einigen Wochen sehr freuen.

Fehlt nur noch der Limettensaft. Nur Limettensaft? Nein, du kannst auf jede Citrusfrucht zurückgreifen. Verwende etwa eine 1/8 Limette, du kannst aber auch auf einen Esslöffel Limettensaft zurückgreifen, du hast die Wahl. Wir raten dir aber zu frischen Früchten, wenn du es dir aussuchen kannst. Schmeckt einfach besser und ist gesünder.

Das war es, mehr musst du nicht machen. Das wird ab morgen dein erstes tägliches Ritual. Wir können dir versichern, diese kleine Umstellung hat bereits bei vielen Spielern ein positives Ergebnis erzielt. Es wird auf lange Sicht auch dein Energieniveau deutlich anheben und dich im Alltag fitter und leistungsfähiger werden lassen. Vor allem wird es langfristig deine Performance auf dem Platz beeinflussen.

Mach es zu deinem Ritual und empfehle es vor allem deinen Mitspielern, dass auch euer Team-Game davon profitieren kann. In meinem Soccer-Nutrition-Guide gibt es zum Thema „Wasserhaushalt am Ligaspieltag“ ein eigenes Kapitel. 

 

Ich wünsche dir eine kurze Woche und ein erfolgreiches Ligaspiel am Wochenende.

Dein Nutrition-Coach Andi

 

Über den Autor:

Als staatlich zugelassener Ernährungsberater, Personal-Trainer und UEFA-Lizenz-Inhaber, kann Coach Andi genau das vermitteln, wonach er selbst seine ganze Fußball-Karriere gesucht hat: bessere Performance durch smarte Ernährung und gezieltes Training.