Regionalligalegenden gegen Rechts! Rassismus im Amateurfussball

Rassismus im Amateurfussball – nicht vorhanden oder tot geschwiegen?

Grätsche gegen Rechts – Aleks Petrovic und Sascha Marinkovic im Interview

Auf dem Platz stehen sie sich als Rivalen gegenüber – neben dem Spielfeld vereint sie die Liebe zur schönsten Nebensache der Welt. Die zwei Ausnahmefußballer haben sich in unserem Interview zum Thema Rassismus im Amateurfussball und Provokationen auf dem Fußballplatz geäußert:

Hi Jungs, danke dass ihr euch Zeit genommen habt für ein paar Fragen. Wie sind eure Erfahrungen mit Rassismus im Amateurfussball? Nicht nur auf dem Platz zwischen den Spielern, sondern auch das, was aus den Rängen passiert?

Petrovic: Rassistische Vorfälle gibt es genug, natürlich auch im Amateurfussball.

Da wird man schon ab und zu hinsichtlich seiner Herkunft beleidigt. Sei es als Kanake oder Drecks-Jugo, alles schon passiert. Sowohl von Seiten der Spieler, als auch von Seiten der Zuschauer.

Der Vorteil in 3. Liga damals war, dass die Stadien voller waren und man es nicht mitbekommen hat. Da konnte man auch das ein oder andere Wortgefecht führen, ohne dafür bestraft zu werden. Bei uns allerdings, wenn man vor nur 600-1000 Zuschauern spielt, bekommt man nahezu alles mit.

Marinkovic: In Deutschland habe ich zum Glück keine Erfahrungen mit Rassismus im Amateurfussball gemacht. Ich glaube, dass es im Fußball um Spaß geht und nicht darum sich gegenseitig zu beleidigen, egal aus welchem Land man kommt. Auf und neben dem Platz. Die Fans sollten eine Show auf dem Fußballfeld sehen und die Mannschaft die sie lieben unterstützen. Aus meiner Sicht geht es vor allem um Respekt. Auf dem Platz geht es natürlich manchmal heiß her, aber eher nicht im Bezug auf Rassismus.

Das ist schön zu hören, dass nicht jeder nur negative Erfahrungen gesammelt hat. Petro, wie reagierst du dann auf solche Entgleisungen, wie bleibt man da ruhig? Oder gibt es da ein Geheimrezept?

Petrovic: Geheimrezept eher nicht. Ich denke das hängt ganz davon ab, welcher Typ man selber ist. Auf Grund meiner impulsiven Ader und dem Temperament, lasse ich da kaum etwas auf mir sitzen und teile dann auch aus. Nicht auf nationaler und rassistischer Basis, aber dafür halt anders.  Ich denke man gibt am besten dann die Antwort auf dem Rasen.

Sascha, wie reagierst du dann auf solche „heißen“ Situationen auf dem Platz?

Marinkovic: Ich spiele Fussball aus Leidenschaft. Deshalb werde ich in solchen Situationen auch ein bisschen lauter und ärgere mich. Aber das dauert nur 5 Sekunden dann konzentriere ich mich wieder auf das Match. Wenn du dich zu sehr drauf konzentrierst was der Gegner gesagt oder der Schiedsrichter gepfiffen hat, dann lenkt es dich von deinem Spiel ab und bist nicht mehr ganz bei der Sache. Der Schiedsrichter macht nur seine Arbeit und die müssen wir respektieren.

Das hört sich doch schon sehr positiv an. Würdet ihr sagen, dass sich das Verhalten der Spieler und der Fans in den letzten Jahren verändert hat, egal ob jetzt auf den Amateurplätzen oder in der Bundesliga?

Petrovic: Ich denke schon, dass wir vor allem in den großen Stadien einen Schritt nach vorne gemacht haben. Dennoch muss es noch besser werden. Es kann nicht sein, dass Fans bei der schönsten Nebensache der Welt Spieler aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe beschimpfen und auspfeifen. Die Sportart ist so schön, da kann doch für solche Aktionen kein Platz sein.

Marinkovic: Ich spiel erst seit 3 Jahren in Deutschland, daher kann ich das nicht wirklich gut einschätzen. Aber ich glaube, dass es sich zum Guten verändert hat. Ich denke die Menschen beschäftigen sich immer mehr damit.

Denkt ihr der Fußball hat die Möglichkeit, etwas zum Positiven zu verändern?

Petrovic: Ich denke schon, dass jeder einzelne Spieler oder Fan seinen Teil dazu beitragen kann, es liegt aber immer an einem selbst. Seit Jahren werden Anti-Rassismus Kampagnen im Profibereich gefahren und mit Bannern, Sprüchen, Slogans etc. beworben. Trotzdem ist Rassismus immer noch allgegenwärtig. Heißt, jeder einzelne muss sich da selber an der Nase packen und kann so etwas verändern.

Gerade im Amateurbereich gibt es so viele Spieler und Fans. Wenn da jeder nur einen kleinen Beitrag leisten würde, dann könnten wir gemeinsam viel erreichen. Wir sollten es vielleicht nicht immer den Profimannschaften überlassen, sondern alle selber anpacken.

Marinkovic: Ich denke das ist ähnlich wie schon bei der ersten Frage. Fußball muss Spaß machen, egal wo man das spielt, ob auf dem Bolzplatz, im Schulhof oder auf der Straße. Und wenn die Tore nur aus Schuhen bestehen, die auf dem Beton liegen. Ich kann dazu ein kleines Beispiel erzählen.

Als ich noch beim ESV München gespielt habe, waren wir im Trainingslager in Spanien. Wir nahmen an einem Turnier teil, das trug den Namen „Komm mit“. An einem freien Tag, bin ich mit den Jungs in die Stadt gegangen und wir sehen einen Bolzplatz. Da haben ein paar Kinder Fußball gespielt, etwa in unserem Alter. Die haben uns gefragt, ob wir mitspielen wollen. Zumindest sind wir davon ausgegangen, denn das große Problem war, dass wir keine gemeinsame Sprache hatten. Aber wir haben es trotzdem verstanden. Wir haben Fußball gespielt und hatten Spaß. Genau darum geht es. Das echt eine Sache die ich nie vergessen werde, denn ich glaube das ist genau die Macht, die der Fußball in sich hat.  Das sich Menschen aus unterschiedlichen Ländern verstehen können, ohne eine gemeinsame Sprache zu sprechen!

Danke Jungs das ihr euch beide Zeit genommen habt für unsere Fragen. Wir wünschen euch und euren Mannschaften noch eine erfolgreiche Regionalligasaison.

Beteilige auch du dich mit deiner Mannschaft an der Aktion „Grätsche gegen Rechts“, alle Informationen findest du hier. Mach mit und gewinne einen App-Zugriff für dich und deine Jungs/Mädels, damit auch ihr euch in Zukunft auf eure Trainingseinheiten und Ligaspiele vorbereiten könnt, wie die Profi-Mannschaften.

Be fearless.

Be focused.

B42

Grätsche gegen Rechts

„Hau den Bimbo um“. Ich kann diese Worte heute immer noch hören, als wäre es gestern gewesen, als zum ersten Mal ein Zuschauer unseren Mittelfeldstrategen verbal zu Fall bringen wollte. Ist aber schon vierzehn Jahre her. Niemand hat auf den Zwischenruf reagiert und unser Spieler wurde auch nicht umgetreten. Trotzdem hallen diese Worte immer noch nach, wenn ich an diesen heißen Sommertag denke.

Der „Bimbo“ hat vor ein paar Jahren sein Jurastudium erfolgreich abgeschlossen und arbeitet jetzt als Rechtsanwalt. Und der Zwischenrufer wird wohl noch heute im Vereinsheim nach fünf Bier über Asylbewerber schimpfen.

„Kanackensau“ war auf dem Platz auch öfter mal zu hören. Die Kanackensau war unser Abwehrchef und wenn sich unser Osmane im tiefsten niederbayrischen Dialekt fragend  „Wos host du g’sogt“ an den Gegenspieler wandte, erinnerte die Szenerie oft an ein Fernsehinterview von David Alaba. Skuril aber gleichzeitig leider immer eher traurig statt lustig.

Die jüngsten Zwischenfälle mit Michy Batshuayi haben wieder deutlich gemacht, dass auch im Profibereich das Thema nach wie vor nicht an Aktualität verloren hat. Letzte Woche unterzeichneten die 36 Profivereine die Aktion „Strich durch Vorurteile“ zum dritten Mal nach 2012 und 2015.

Wir haben uns deshalb entschlossen auch eine Kampagne zu starten, mit der wir ein Zeichen gegen den Rassismus im Amateurfußball setzen wollen. Grätsche gegen Rechts soll nicht nur auf die Problematik aufmerksam machen, sondern uns allen wieder mehr ins Bewusstsein rufen, dass wir aktiv etwas zu einer positiven Veränderung beitragen können.

36 Bundesligavereine sind nicht viel. 25.000 Amateurclubs dagegen eine ganze Menge.

Fast 7 Millionen Menschen sind in den deutschen Amateurvereinen organisiert, deutlich mehr begeistern sich deutschlandweit für diesen Sport. Lass uns zusammen den Hetzern, die heute noch mit Wörtern wie „Bimbo“ und „Kanackensau“ um sich werfen, deutlich machen, dass sie nichts mit uns gemeinsam haben.

Der Fußball hat in den letzten Jahren in diesem Bereich unglaubliche Beiträge geleistet und vielen jungen Menschen Hoffnung gegeben. Durch die Integration der Kriegsflüchtlinge in die Amateurvereine haben diese dazu beigetragen, Berührungsängste abzubauen und die Menschen Anschluss finden lassen.

Das Training und die neunzig Minuten auf dem Fußballplatz, in der unser Sport eine gemeinsame Sprache darstellt, sind ein guter Anfang um Vorurteilen entgegen zu wirken und ein „Team“ zu werden. Egal in welchem Land wir geboren wurden, welche Sprache wir sprechen und unabhängig von unserer Hautfarbe.

Wir wollen durch eine positive Grundstimmung eine Veränderung erwirken.

„CHANGE YOUR GAME“ steht auch für „CHANGE YOUR MIND-GAME“.

Mit Grätsche gegen Rechts setzt du dafür ein Ausrufezeichen !

Eine Veränderung der Gedanken, die dabei helfen soll, die Mauer in den Köpfen verschwinden zu lassen. Und die uns erinnern soll, offensiv und konsequent die Zwischenrufer mit ihrem Verhalten zu konfrontieren.

Unser Sport vereint uns und gemeinsam können wir eine gute Sache auf den Weg bringen. Deshalb wollen wir mit der Aktion Grätsche gegen Rechts ein Zeichen gegen den Rassismus im Amateurfußball setzen und ein deutliches Signal senden. An unsere neuen Mitspieler, aber auch an alle Zwischenrufer.

Das Foto unserer Nationalmannschaft steht für mich für einen unglaublichen Erfolg. Für das was Deutschland sein kann: ein Land, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft Grenzen überwinden und gemeinsam Großes schaffen können. Wie zum Beispiel den Weltmeistertitel gewinnen.

Be fearless.

Be focused.

B42

Alkohol und der Amateurfußball

Alkohol im Amateurfußball – Auswirkungen auf deine Leistungsfähigkeit

Natürlich weiß jeder Spieler, dass Alkohol seine Leistungsfähigkeit negativ beeinflusst, aber nur wenige lassen tatsächlich die Finger davon. Auch mir ist bewusst, dass der Konsum von Alkohol im alltäglichen Leben von fast allen Amateurfußballspielern fest verankert ist. Unser Sport und das Vereinsleben stellen für viele einen zentralen Bezugspunkt in ihrem Leben dar und diese gesellschaftlichen Anlässe stehen so gut wie immer in Verbindung mit dem Konsum von alkoholischen Getränken.

Statistik beweist deutliche Leistungseinbrüche

Alkohol und Fußball

Eine Umfrage unter Amateurfußballern von der B – Klasse bis in die Landesliga aus dem Jahr 2006 ergab, dass nur knapp 2 % der Befragten komplett auf Alkohol verzichten. Die restlichen 98 % bestätigten, mindestens einmal pro Woche Alkohol zu konsumieren. Über 11 % gaben sogar an, zwischen drei und viermal pro Woche zu trinken.

Angesprochen auf ihre letzten 15 Wettkampfspiele räumten über die Hälfte der Befragten ein, mindestens vor einem Spiel betrunken gewesen zu sein, knapp über ein Viertel hatte einen oder mehrere Vollräusche.

Interessant ist vor allem der Punkt, dass fast 88 % der Testpersonen angaben, im Wettkampfspiel durch den zurückliegenden Alkoholkonsum beeinträchtigt gewesen zu sein.

Manche Spieler nehmen Leistungseinbußen bewusst in Kauf – warum?

Warum ist das so, warum nimmt der Spieler eine Leistungseinbuße in Kauf, obwohl es bei vielen Akteuren die ganze Woche über um nichs anderes geht, als das Spiel am Wochenende?

Alkohol löst im Gehirn ähnliche Prozesse aus, wie der Konsum von Kokain, Amphetaminen oder anderer Betäubungsmitteln.

Als Folge dieser Abläufe empfindet der Körper den Konsum von Alkohol als enorm positiven Reiz. Folglich speichert er die Aufnahme des Rauschmittels für sich als wichtig ab. Und zwar als so bedeutend, dass es den meisten Spielern egal ist, dass sie sich durch den Konsum von Alkohol vor ihrem Wettkampfspiel selbst in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Das Bedürfnis des Körpers nach „Rausch“ besiegt den Verstand.

Dopamin – das Glückshormon im Körper

Unser Glückshormon, welches die Zellen untereinander kommunizieren lässt. Es hat die Aufgabe, unsere Aufmerksamkeit auf die Reize zu lenken, deren Befriedigung zu unserem Wohlbefinden führen. Diese Reize werden im Anschluss durch unseren Körper als „besonders wichtig“ eingestuft. Nahrungsaufnahme, Schlafen oder Sex sind existenzielle Bedürfnisse, deren Befriedigung zu Wohlbefinden und somit zur Ausschüttung von Dopamin im Körper führen.

Der Konsum von Alkohol führt zu einer 200 – fach erhöhten Ausschüttung unseres Glückshormones durch die Nervenzellen. Das Kommunikationssignal der Zellen untereinander wird dadurch enorm verstärkt. Dies führt schließlich dazu, dass unser Gehirn beginnt, Alkohol als einen sehr wichtigen und positiven Reiz wahrzunehmen – genau wie Sex oder Essen.

Schlechtere Koordination, sinkende Schnelligkeit – Alkohol zeigt sich in vielen Disziplinen auf dem Platz

Seit vielen Jahren wird nun bereits die Auswirkung von Alkohol auf die körperliche Leistungsfähigkeit untersucht. Vor allem der Einfluss des Ethanols auf das zentrale Nervensystem behindert die Kommunikation zwischen den Steuerorganen des Gehirns und der Muskulatur.

Dies hat vor allem eine verlängerte Reaktionszeit und eine Beeinträchtigung der Koordination zur Folge. Dieser Umstand schlägt im weiteren Verlauf natürlich negativ in den Bereichen Schnelligkeit und den Schnellkrafteigenschaften zu Buche. Durch den vorangegangenen Alkoholkonsum benötigst du mehr Zeit bei der Ballan– und mitnahme, deinen Entscheidungsprozessen im Gehirn und bei der letztendlichen Ausführung der Aktion (Pass, Schuss, Dribbling).

Alkohol bringt auch die Muskulatur an seine Grenzen

In zahlreichen Studien wurde eine verminderte Muskelleistung nach der Einnahme von Alkohol belegt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Alkohol die Proteinbiosynthese und die Gluconeogenese hemmt bzw. blockiert.

Das bedeutet nichts anderes, als dass es zum einen deiner Leber nicht möglich ist, deinen Muskeln den benötigten Zucker bereit zu stellen. Zum anderen hat es eine circa 20 % schlechtere Regeneration der beanspruchten Muskeln zur Folge und verzögert diese um bis zu 24 Stunden.

Auf den Fußballspieler abgestimmt: die Guides von Soccer-Fit-You

Vor allem an Doppelspieltagen hat es einen entscheidenden Einfluss auf deine Muskelregeneration und deine Leistungsfähigkeit.

Alles um dich perfekt auf dein Ligaspiel vorzubereiten, findest du in unserem Soccer-Nutrition-Guide. Möchtest du trainieren wie ein Profi? Dann haben wir für dich mit dem Soccer-Player-Bundle genau das richtige Trainingsprogramm. Starte jetzt und spiele die beste Rückrunde deiner Karriere.

Ich habe in meiner Karriere mehrere Spieler erlebt, die mit dem auf ihnen lastenden Druck vor dem Spiel nicht umgehen konnten. Teilweise wurde ihnen der Druck von außen aufgeladen, teils hatten sie sehr hohe Erwartungen an sich selbst.

Alkohol war für diese Akteure am Vorabend des Spieles ein Ventil, um den Druck abzufedern und vermeintlich „unbeschwert“ ins Spiel gehen zu können. Unbeschwert deshalb, da sie ja bereits eine perfekte Ausrede für eine schwache Leistung parat hatten und sich selbst im Falle einer indiskutablen Vorstellung beruhigen konnten.

„Natürlich habe ich schlecht gespielt, ich war ja auch am Vorabend voll wie ein Eimer“.

Auf ein Wort: Auch mir ging es bereits so

Kennst du solche Spieler? Ich auch, einen sogar ziemlich gut. Nämlich mich. Leider beschreiben diese letzten Zeilen meine Anfangsjahre im Herrenbereich ziemlich treffend. Ich konnte lange Zeit mit dem selbst erzeugten Druck nicht umgehen und flüchtete mich in lange Disconächte und Alkoholgelage vor den Spielen.

Heute weiß ich, wie sehr ich mir damals selbst geschadet habe. Ich möchte, dass dich diese Zeilen in Zukunft zum Nachdenken anregen. Hätte mir vor 15 Jahren jemand so einen Artikel in die Hand gedrückt, dann hätte das meinen Trainern viele graue Haare erspart. Aus heutiger Sicht war ich wohl lange Jahre der Alptraum eines jeden Coaches. Ich hoffe jedoch, dich mit diesen Zeilen vor solchen Fehlern zu bewahren.

Hast du übringes schon von der „Größten Fußballmannschaft der Welt“ gehört?

Wir würden uns echt freuen, wenn du ein Mitglied unserer exklusiven Community auf Facebook sein möchtest. Werde ein Teil der „Größten Fußballmannschaft der Welt“, in der bereits über 5.000 Spieler aus ganz Europa aktiv sind. Dort erwarten dich zahlreiche weiter Tipps und Trick, rund um die schönste Nebensache der Welt: den Fußball!

CHANGE YOUR GAME. NOW.

Dein Nutrition-Coach Andi

Über den Autor:

Als staatlich zugelassener Ernährungsberater, Personal-Trainer und UEFA-B-Lizenz-Inhaber, kann Coach Andi genau das vermitteln, wonach er selbst seine ganze Fußball-Karriere gesucht hat:

Bessere Performance durch smarte Ernährung und gezieltes Training.

Foto: Pressefoto Ulmer

Zerrungen im hinteren Oberschenkel

Nie wieder Zerrungen im hinteren Oberschenkel

Zerrungen im hinteren Oberschenkel nachhaltig vermeiden

Wer kennt es nicht? Dieses kurze Stechen, dann ein panischer Griff an den hinteren Oberschenkel und die traurige Gewissheit, dass in den nächsten Wochen wieder nicht an Fußball zu denken sein wird.

Erfahrungsgemäß ist die ischiocrurale Muskulatur, also die Oberschenkel-Rückseite, die am häufigsten verletzte Muskelstruktur. Zerrungen im hinteren Oberschenkel bis hin zu Muskelfaser- (bzw. eher Muskelbündel-) Verletzungen, sind sehr häufig zu beobachten. Ein Grund könnte das Kräfteungleichgewicht der vorderen und hinteren Muskelkette sein. Zum einen kann es an der hohen Spannung in der vorderen Oberschenkelmuskulatur und zum anderen an der fehlerhaften Ansteuerung der hinteren Muskelkette liegen. Die heutige Übung soll dir dabei helfen, zukünftig Zerrungen im hinteren Oberschenkel zu vermeiden.

Der „Twisted Dragon“ – die perfekte Übung für Oberschenkel und Hüftbeuger

Mit der im Video gezeigten Übung schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir aktivieren die hintere Oberschenkel-Muskulatur und bringen Länge auf die vordere Hüftmuskulatur.


Kleine Vorwarnung: Diese Übung führt bei „Ungeübten“ schnell zu Krämpfen in der Rückseite. Startet langsam und kontrolliert und tastet euch Stück für Stück an diesen Drill heran.

Durch das Mobility-Training im Fußball kannst du die Sicherheit nach Verletzungen wieder zurück gewinnen, in dem die Bewegungsspielräume angetestet werden, die nach einer Verletzung ein Unsicherheitsgefühl hervorrufen können.

Verletzt du dich jede Saison wieder an der selben Stelle?

Dann möchte dir dein Körper vielleicht etwas mitteilen. Sobald du den Fehler in deinem „System“ gefunden hast, wirst du in Zukunft vor ähnlichen Verletzungsmustern geschützt sein. Eine enge Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten ist dabei immer empfehlenswert.

Hilfe zur Selbsthilfe: Auf Facebook und in unserer App für IOS / ANDROID findest du sie

In unserer exklusiven Community auf Facebook kannst du mit Hilfe unserer Tests nicht nur deine Athletik, sondern auch deine fußballspezifische Beweglichkeit testen und dir im Anschluss ein Feedback von den Coaches oder den Physiotherapeuten einholen. Werde ein Teil der „Größten Fußballmannschaft der Welt“, in der bereits über 5.000 Spieler aus ganz Europa aktiv sind. Dort erwarten dich zahlreiche weiter Tipps und Trick, rund um die schönste Nebensache der Welt: den Fußball!

Wir wollen dir damit eine “Hilfe zur Selbsthilfe” anbieten. Deshalb haben wir für dich auch das kostenlose Soccer-Mobility-Coaching erstellt. Hier wird die Thematik noch weiter vorgestellt und ich zeige dir die aus seiner Sicht “beste Mobility-Übung” für den Fußballspieler. Wir hoffen, dass immer mehr Fußballspieler die Wichtigkeit des Themas erkennen und die Mobility-Drills in ihr Training und die Vorbereitung auf das Ligaspiel integrieren.

 

Lasst uns gemeinsam den Verletzungen im Amateurbereich den Kampf ansagen und dich nachhaltig vor langen Ausfallzeiten schützen.

CHANGE YOUR GAME. NOW.

Dein Mobility-Coach Benni

 

Über den Autor:

Benni Heizmann ist einer der erfolgreichsten Mobility-Trainer in Deutschland. Mit seinen „Reset“-Konzepten ist der Experte von „Perform Sports“ im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Als Mobility-Coach bei Soccer-Fit-You wird er auch dich dabei unterstützen, dein Spiel für immer zu verändern.

Foto: Pressefoto Ulmer

Mobility-Training im Fußball – Nie wieder statisches Dehnen

Bedeutung und Relevanz von Mobility-Training im Fußball

Was unterscheidet Mobility-Training im Fußball vom statischen Dehnen bzw. Stretching? Was ist Mobility-Training überhaupt? Und welchen Nutzen bringt das Training der Beweglichkeit auf dem Fußballplatz?

 

Im Folgenden findest du eine Zusammenfassung über die wichtigsten Fragen zum Thema Mobility-Training für Fußballspieler.

Was ist Mobility-Training überhaupt?

Mobility befasst sich mit den folgenden Themen:

  1. muskuläre (Ver-)Spannungen
  2. Beweglichkeitseinschränkungen von Gelenkkapseln und anderem körpereigenem Gewebe
  3. neuromuskuläre Koordination
  4. die optimale biomechanische Positionierung des Körpers, der Gelenke und der Körperachsen bei Bewegungen (und in Ruhe)
  5. den Bewegungsspielraum von Gelenken (engl. „range of motion“ oder ROM) und die Widerstandsfähigkeit des Körpers mit all seinen Strukturen gegen äußerer Reize

Kurz: Bei Mobility-Training handelt es sich um nichts anderes als Verletzungsprophylaxe

Das Thema Mobility sollte immer im Einklang mit dem Thema “Stability” gesehen werden. Neben Gelenkkapseln und Bändern werden Gelenke durch das Zusammenspiel verschiedener Muskeln stabilisiert. Stability beschäftigt sich mit der Position von Gelenken (Wirbelsäule, Schulter, Hüfte, Knie etc.) und der Kraft, welche diese Stabilität bewahrt.
Grundsätzlich sollte zwischen den Begriffen Stretching und Mobility unterschieden werden. Dr. Kelly Starrett (DPT und Bestselling Autor von “Werde ein geschmeidiger Leopard”) beschreibt Stretching oder besser gesagt statisches Dehnen, als die “simple Verlängerung von verkürzten und verhärteten Muskeln” durch verschiedene Dehnmethoden. Die Mobilisation hingegen ist ein “ganzheitlicher bewegungsgestützter Ansatz, der ALLE Bereiche anspricht, welche eine Beweglichkeitseinschränkungen zur Folge haben können” (eingeschränkte Gelenksbeweglichkeit, neuronale Schwächen, motorische Einschränkungen etc.).

Warum ist Mobility wichtig?

Hier eine Übersicht der wichtigsten Faktoren:

Mobility schafft einen Ausgleich zur Alltagsbelastung

Wir leben immer mehr den sogenannten “sedentären Lebensstil”. Vereinfacht gesagt: Wir sitzen zu viel. Beim Essen, im Auto, bei der Arbeit, beim Treffen mit Freunden. Sitzen gehört mittlerweile zu unseren häufigsten Aktivitäten. Der sitzende Lebensstil kann allerdings zu großen Schäden an unserem Bewegungsapparat führen. Wir brauchen demnach einen Ausgleich. Und dieser Ausgleich kann durch Mobility-Training stattfinden. Die Mobilisation der Hüftbeugemuskulatur und der Hamstrings (ischiocrurale Muskulatur) sorgt zum Beispiel für einen Gegenpol zum alltäglichen Sitzen.

Mobility verbessert die Bewegungseffizienz

Durch das Erlernen von sicheren Bewegungsmustern sowie das reibungslose und vor allem uneingeschränkte Zusammenspiel von Muskelketten, während Bewegungen erreichen wir eine gesteigerte Bewegungseffizienz. Dadurch brauchen wir für die gleiche Bewegung weniger Energie und können somit mehr Leistung erzielen. Du lernst zum Beispiel wie du deine Hüfte beim Springen effektiver einsetzt oder wie du mit einer optimalen Schulterposition mehr Push-Ups absolvieren kannst.

Mobility verringert das Verletzungsrisiko

Mobility-Training im Fußball steht für eine gesteigerte Beweglichkeit. Das bedeutet nichts anderes, als dass wir unsere Bewegungen sicherer und über einen vergrößerten Bewegungsradius ausführen können. Verletzungen entstehen meist durch suboptimale Gelenksstellungen oder durch ein Ungleichgewicht von Muskelgruppen. Wenn wir unsere Beweglichkeit verbessern, verhindern und beseitigen wir diese sogenannten “Dysbalancen” und können akute wie auch chronische Verletzungen verhindern.

Mobility vergrößert die aktive Beweglichkeit

Die aktive Beweglichkeit spielt in unserem Alltag eine wichtige Rolle. Durch die aktive Beweglichkeit verbessern wir unsere Haltung, unser Gangbild und die intermuskulären Widerstände werden verringert. Die Verbesserung der passiven Beweglichkeit kann mit “Isolationsübungen” verglichen werden, bei denen meist nur ein Muskel gedehnt wird. Mobility-Training im Fußball befasst sich hauptsächlich mit Muskelketten und deren Zusammenspiel und bereitet so auf die Aufgaben und Belastungen des Ligaspiels vor.

Sicherheit zurückgewinnen nach Verletzungen

Durch das Mobility-Training im Fußball kannst du die Sicherheit nach Verletzungen wieder zurück gewinnen, in dem die Bewegungsspielräume angetestet werden, die nach einer Verletzung ein Unsicherheitsgefühl hervorrufen können. Nach einer Schulterluxation (und anschließender Heilungsphase) kann zum Beispiel durch vorsichtige Außenrotationsmaßnahmen das Gelenk in Überkopfpositionen wieder belastet werden. Schrittweise kann dann die Belastung wieder gesteigert werden bis die Sicherheit zu 100% zurückgewonnen wird.

Das Mobility-Training im Fußball ist in vielerlei Hinsicht “Hilfe zur Selbsthilfe”. Deshalb haben wir für dich das kostenlose Soccer-Mobility-Coaching erstellt. Hier wird die Thematik noch weiter vorgestellt und Mobility-Coach Benni zeigt dir die aus seiner Sicht „beste Mobility-Übung“ für den Fußballspieler. Wir hoffen, dass immer mehr Fußballspieler die Wichtigkeit des Themas erkennen und die Mobility-Drills in ihr Training und die Vorbereitung auf das Ligaspiel integrieren.

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Dein Mobility-Coach Benni

 

Über den Autor:

Benni Heizmann ist einer der erfolgreichsten Mobility-Trainer in Deutschland. Mit seinen „Reset“-Konzepten ist der Experte von „Perform Sports“ im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Als Mobility-Coach bei Soccer-Fit-You wird er auch dich dabei unterstützen, dein Spiel für immer zu verändern.

Verletzungen – RB zeigt Bayern Grenzen auf

Ein Blick auf die Ausfälle aufgrund von Verletzungen der Bundeliga-Hinrunde reicht um festzustellen, dass RB Gründer Dietrich Mateschitz auch beim Thema Verletzungsprophylaxe nichts dem Zufall überlassen hat. Nachdem RB Leipzig im letzten Jahr mit 37 Ausfalltagen noch auf dem fünften Platz der Verletzungstabelle gelandet war, grüßen sie nach der Bundesliga-Hinrunde von der Tabellenspitze. Auch Dietmar Hopp und die TSG Hoffenheim sind erneut unter den TOP 3 der Liga, aber woran liegt das?

 

Leipzig, Augsburg und Hoffenheim mit Top-Werten

Die Topclubs vom FC Bayern München oder Bourssia Dortmund finden sich eher im hinteren Bereich der Verletzungstabelle ein, wie auch bereits in der Bundesligasaison 2016/2017. Am Ende der Rückrunde fand sich der FC Bayern auf dem 9. Platz und der BVB auf dem 17. Tabellenplatz wieder, mit über 65 Ausfalltagen pro Spieler. Die TSG Hoffenheim dagegen liegt nach dem 2. Platz der Vorsaison erneut auf Platz drei mit lediglich 18,97 Fehltagen pro Athlet.

Konnte man bei den Spitzenclubs der Bundesliga im letzten Jahr zumindest noch argumentieren, dass die Zusatzbelastung durch die UEFA Champions Leauge einen unerfreuliche Beitrag zum unbefriedigenden Abschneiden geleistet hat, so werden diese Stummen nach der diesjährigen Teilnahme von RB in der Champions Leauge und der Europa Leauge wohl verstummen müssen.

Der Zusammenhang zwischen Verletzungen und Ernährung ist kein Zufall

Ist das alles Zufall? Oder liegt es vielmehr daran, dass nichts dem Zufall überlassen wird? Die Bullen von RB achten strikt auf die Ernährung ihrer Athleten und analysieren bis ins Detail eventuelle Unverträglichkeiten, die sich auf die Leistungsfähigkeit der Spieler auswirken könnten. Beim FC Bayern vertraut man auf die Expertise von Fernsehkoch Alfons Schubeck, denn Jupp Heynckes hält diesem Video zu Folge Ernährungsberater für „überbewertet“.

Man kann es Jupp Heynckes auch schwer verübeln, denn der Erfolg gibt ihm ja schließlich Recht. Vielleicht ist aber auch der Kader des Rekordmeisters einfach gut und breit genug, um die Bundesliga nach Belieben zu dominieren. Zusätzlich kann der FC Bayern auf jeden Ausfall adequat reagieren, da sie ja alle Positionen doppelt besetzt haben. Aber im internationalen Vergleich auf solch entscheidenden Faktoren so lapidar zu verzichten ist grenzwertig.  Was hingegen macht RB Leipzig? Sie sondieren den Markt und werben 2015 Nicklas Dietrich von der TSG Hoffenheim ab, einen Ernährungsberater und Athletik-Coach, der unter anderem auch für die Fitness der Deutschen Nationalmannschaft verantwortlich ist.

Verletzungen bedeuten für die Verein „totes Kapital“

Ist das verwerflich? Aus unserer Sicht nicht. Jeder Verein sollte danach streben im Sinne seiner Athleten die bestmögliche Betreuung sicherzustellen. Mateschitz und Hopp stehen seit dem Beginn ihrer Projekte im Kreuzfeuer verschiedenster Fanlager. Allen Vorwürfen zum Trotz ist es diesen beiden Herren gelungen, innerhalb kurzer Zeit professionellste Strukturen in beiden Vereinen zu installieren. Mit ihren innovativen Ansätzen setzen sie bundesweit Maßstäbe und gelten als Vorreiter für eine professionalisierte Trainings – und Belastungssteuerung.

Vielleicht müsste gerade im Bereich der Verletzungsprophylaxe bei vielen Clubs im Profibereich ein Umdenken stattfinden, wenn schon nicht zum Schutze ihrer Athleten, dann zumindest zum Wohle der eigenen Geldbörse. Warum werden selbst in der Bundesliga die Athletiktrainer mit vergleichswseise niedrigen Gehältern abgespeist, wenn man alleine mit dem zwölfwöchigen Ausfall eines Manuel Neuer einen ganzen Stab an hochbezahlten Experten für eine komplette Saison installieren könnte?

Verletzungen im Amateurbereich

Auch im Fußball – Amateurbereich liegt noch viel im Argen. Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland bundesweit über 1,25 Millionen Sportverletzungen. Über 45 Prozent der ärztlich behandelten Verletzungen betreffen Amateurfußballspieler, der Wert für männliche Patienten liegt bei fast 60 Prozent. Die Strukturen der Vereine, die Ausbildungen der Trainer und der Wissensstand der Spieler bietet noch viel Raum zur Optimierung. Wir würden uns freuen es mit dir un deinem Verein anzupacken und zusammen den Verletzungen den Kampf anzusagen. Mit unseren Workshops bei den Vereinen vor Ort ud unseren kostenlosen Coachings wollen wir unseren Teil dazu beitragen.

Viele Details rund um die Verletzungen in der Fußball-Bundesliga findest du auch hier.

CHANGE YOUR GAME. NOW.

Euer Team von Soccer-Fit-You